Ein feines Buch fürs ganze Leben „Tanzen und tanzen und nichts als tanzen“: Das gleichnamige Buch zeigt so viele berufliche Lebensentwürfe wie Tänzerinnen der Moderne. Leider wirbt der Verlag AvivA mit einem Fauxpas

Tanzen - das wollen diese Frauen.

Sechzehn tolle Frauen, fünfzehn tolle biografische Aufsätze, die sie vorstellen und ihre beruflichen Lebenswege beschreiben: Das Buch „Tanzen und tanzen und nichts als tanzen – Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman“, herausgegeben von Amelie Soyka, ist nur… Weiterlesen…

Liebe und Verzicht Neubesetzung des „Onegin“ beim Staatsballett Berlin: mit Marian Walter in der Titelrolle, Iana Salenko als Tatjana, Ksenia Ovsyanick als Olga und Nikolay Korypaev als Gremin

Onegin ist einfach toll

Das heitere Glück eines verliebten Paares, wo kann man es deutlicher erkennen als bei Olga und Lenski in „Onegin“ von John Cranko? Als Gegenentwurf zur düster-dramatischen Titelfigur und der depressiven Tatjana ersonnen, strotzt das verlobte Pärchen Olga und Lenski nur… Weiterlesen…

Das Leben – ein Krieg, kein Traum Claus Peymann entfacht noch einmal sein furioses Talent am Berliner Ensemble: mit Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“

Der Prinz ist dem Tode geweiht.

Das Leben ist beständiger Krieg. Im globalisierten Kapitalismus sowieso – ob im ramdösigen Trumpland oder in Merkels Scheinidylle: Menschen mutieren zu Kannibalen, sowie die Fressnäpfe zu knapp bemessen oder zu ungerecht verteilt sind – oder sie aus anderen Gründen unheilbar… Weiterlesen…

Nur die Erkenntnis zählt Energetisch: Haruka Sassa und Javier Cacheiro Alemán im „Schwanensee“ von Xin Peng Wang beim Ballett Dortmund

Schwanensee à la moderne erschließt sich umso besser.

Die jüngsten Hooligan-Ausschreitungen in Dortmund zeigten: Diese Stadt braucht die positive Energie des Balletts erst recht. „Schwanensee“, das Ballett aller Ballette, ist hier zudem in sinnvoll-sinnlicher, modernisierter Version zu erleben: als Generationenkonflikt – oder auch als Konflikt des jungen Helden… Weiterlesen…

Gucken wie Angela Merkel Das Bundesjugendballett zeigte „John’s Dream“ beim Finale des 45. Prix de Lausanne – John Neumeier nahm dort den „Lifetime Achievement Award“ entgegen. Ansonsten gab es einige Ungereimtheiten

Der 445. Prix de Lausanne war so lala

Vorbei. Herzklopfen, Härtetrainings, Probenexzesse, schließlich die großen Momente der Auftritte vor der Jury und dem Publikum – alles ist erst einmal wieder vorbei. Der 45. Prix de Lausanne (2017) zog mit vielen großen Sprüngen vorüber – und hinterließ mal wieder… Weiterlesen…

Da lachen ja die Hühner! Das Bayerische Staatsballett fährt Zweit- und Drittbesetzungen in „La Fille mal gardée“ auf: so putzmunter wie solide

Wenn der Hahn kräht

Wenn der Hahn kräht, ist alles schon zu spät. Dann hat „La Fille mal gardée“, das neckisch-ländliche Ballettdrama vom „schlecht behüteten Mädchen“, unwiderruflich angefangen – und ist mit all den lieblichen Albernheiten, die typisch sind für eine Komödie von Sir… Weiterlesen…

World Tutu Day überall Nicht nur Nichtrauchertage, Tage der Murmeltiere oder des Praktikanten gibt es, sondern auch den World Tutu Day. Und zwar heute!

World Tutu Day

Nein, das ist heute kein Tag der Welthungerhilfe. Wer sich das mit diesen Extra-Tagen für irgendwas überhaupt ausgedacht hat, ist mir sowieso schleierhaft. Aber Eines steht seit heute fest: Es gibt ihn, den WORLD TUTU DAY. Also kann man nicht… Weiterlesen…

Der wilde Reiter oder Der Stern von Stuttgart „Verführung!“ Friedemann Vogel tanzt den „Bolero“ von Maurice Béjart beim Stuttgarter Ballett – dazu hier ein Interview mit ihm

Friedemann Vogel ist der Star

In der kommenden Premiere beim Stuttgarter Ballett gibt es – wiewohl diese ein Vierteiler ist – eine lang erwartete Sensation sowie eine kontinuierliche, satte Steigerung zu erleben. „Verführung!“ heißt der Abend denn auch – und in jedem Fall wird man… Weiterlesen…

Die Kunst des Liebens im Ballett Kurz vorm Erich-Fromm-Preis für John Neumeier und dem Florenz-Gastspiel vom Hamburg Ballett noch ein Mahler-Paket: von der Neubesetzung der „Dritten Sinfonie von Gustav Mahler“ bis zum „Lied von der Erde“ in der 217. Ballett-Werkstatt

Die Dritte, hungernde Journalisten und das Lied von der Erde

Mit langen Schritten, irgendwie entrückt und doch zugleich ganz erdverbunden, schreitet die sinnliche, außergewöhnliche Primaballerina Hélène Bouchet in ihrem bordeauxroten Trikot mit Rückendekolleté die Rampe ab. Von rechts nach links, in Zeitlupe, erotisch und selbstbewusst. Sie wirkt anmutig, aber nicht… Weiterlesen…

Menschenmacht und Götterstaub Endlich wieder beim Hamburg Ballett zu sehen: Die „Dritte Sinfonie von Gustav Mahler“ in der genialen Choreografie von John Neumeier

Ein Mann stemmt sich gegen eine Gruppe: Alexandre Riabko und das Ensemble vom Hamburg Ballett im Einsatz vom ersten Satz der "Dritten Sinfonie von Gustav Mahler" in der Choreografie von John Neumeier. Foto: Kiran West

Friedrich Nietzsche verpasste der Welt in seiner Vorstellung (frei nach seinem philosophischen Vorgänger Schelling) zwei Pole, benannt nach altgriechischen Götter: Zum Einen das Apollinische – das Lieblich-Geordnete, nach Apoll genannt – und zum Anderen das Dionysische, das Rauschhaft-Wilde, nach Dionysos… Weiterlesen…