Ein Triebschicksal für Liebende Das Hamburger Kino Passage zeigte noch einmal John Neumeiers „Die Kameliendame“: mit Svetlana Zakharova aus dem Bolschoi-Theater

"Die Kameliendame" ist unverwüstlich.

Ich beschloss, als Teenager, nach einer Vorstellung der „Kameliendame“ (und es war nicht die erste „Kameliendame“ von John Neumeier, die ich sah) spontan meine tatsächliche spätere Berufswahl: „Kritikerin!“ So steht es in meinem Tagebuch aus jener Zeit. Ob mir die… Weiterlesen…

Feuer, Wasser, Erde – Tanz Annette von Wangenheim drehte einen Kinofilm über den Choreografen Martin Schläpfer

Martin Schläpfer in jeder Hinsicht im Film.

Das Feuer aus dem Titel gibt es tatsächlich, wortwörtlich, und nicht nur als Aphorismus des Komponisten Gustav Mahler. „Feuer bewahren – nicht Asche anbeten“ heißt der Portraitfilm von Annette von Wangenheim, Mahler zitierend, über den modernen Choreografen und Chef vom… Weiterlesen…

Mehr als nur Wiener Walzerfreuden Zwei feine Uraufführungen von Jiří Bubeníček beim „Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2016“: „Außer Rand und Band“ und „Kaiserwalzer“ – ein süffisant-beschwingter Jahresbeginn

Jiri Bubenicek gestaltet das Neujahrskonzert 2016.

Das ist selten: gleich zwei Uraufführungen in einer Sendung im Fernsehen zu erleben. Am Neujahrstag gab es das vormittags live im ZDF, in der Wiederholung am 3. Januar 2016 zur Prime time auf 3sat, mit dem Wiener Staatsballett. Gestatten: Jiří… Weiterlesen…

Fromme Wünsche und einige Flüche Ein kleiner Rückblick auf 2015 – und größere Hoffnungen für 2016

Auf in ein neues Ballettjahr!

Hunderte von großartigen Vorstellungen liegen im Jahr hinter uns, und mindestens ebenso viele hoffentlich im Jahr vor uns! Was besonders im Gedächtnis blieb von den vergangenen Monaten? Das ist sicher individuell sehr unterschiedlich. Aber einige Namen müssen in einem Rückblick… Weiterlesen…

Heldenverschmelzung „Der Nussknacker“ von Rudolf Nurejev – ein Highlight zur Primetime am Heiligabend auf 3sat

Rudolf Nurejev inszenierte den "Nussknacker" als halben Alptraum.

Unter allen berühmten „Nussknacker“-Inszenierungen ist die von Rudolf Nurejev die seltsamste. Darin gibt es Menschen, die überdimensionale Masken tragen, sich bevorzugt wankend in der Gruppe bewegen, und die alles in allem wie Außerirdische auf Speed aussehen. Und die Mäuse sind… Weiterlesen…

Scharfe Blicke auf und hinter die Kulissen So verschieden wie die Choreografen sind die DVDs: von „Jardi Tancat“ von Nacho Duato über „Weihnachachtsoratorium I – VI“ von John Neumeier bis „Caravaggio“ von Mauro Bigonzetti

DVDs für den Gabentisch.

Weihnachtsgeschenke fürs DVD-Gerät, sofern Letzteres vorhanden ist, gehen eigentlich immer. In vorletzter Minute kann man sich – notfalls auch über Bestellungen – leichterhand damit eindecken, um anderen oder auch sich selbst eine Freude zu machen, die zugleich hilft, die Jahresendzeit… Weiterlesen…

Das dritte Auge Die Ballett-Kalender von Gert Weigelt sind Zeichen auf unseren Wegen

Gert Weigelt hat für 2016 gleich zwei Ballett-Kalender rausgebracht.

Wenn jemand Ballett fotografieren kann, dann er. Gert Weigelt, seit 1975 Fotograf, vorher Tänzer, nutzt das dritte Auge, das ihm die Kamera ist, mit stets überbordender Neugier bei grundlegender Sachkenntnis. Heraus kommen Fotos von immer wieder mitreißender Qualität, die den… Weiterlesen…

Alle Jahre wieder… … allerorten, in allen Epochen: Kein anderes Ballett ersteht regelmäßig zur Weihnachtszeit so quicklebendig auf wie „Der Nussknacker“

Immer wieder da: der Nussknacker!

Es gibt ihn klassisch, modernisiert, sogar abstrahiert – und immer wieder mit munter altmodischem Charme: in Knallbunt, mit Uniform-Look und Schleifenschick. „Der Nussknacker“, 1892 in Sankt Petersburg uraufgeführt, ist ein Dauerbrenner der weltweiten Ballettszene, und pünktlich zur Winters- und Weihnachtszeit… Weiterlesen…

Freud und Leid und unsterbliche Seele „Enlightened Child“ von Natalia Horecna widmet sich dem Komponisten Claude Vivier: mit dem Bundesjugendballett und dem Ensemble Resonanz

Das Bundesjugendballett beeindruckt mit "Enlightened Child" von Natalia Horecna.

Er war ein ganz Wilder, und er starb besonders schrecklich. Der Avantgardist Claude Vivier, kanadisches Komponistentalent, studierte bei Karlheinz Stockhausen in Paris – und wurde 1983 von einem männlichen Prostituierten ermordet. Nach einem Bar-Besuch, wieder zu Hause, im Alter von… Weiterlesen…

Die Liebe als eine fremde Macht Das Wiener Staatsballett führt mit dem Abend „Thoss / Wheeldon / Robbins“ mit zeitlosen Themen tief in die Liebeskonzeptionen auch der Gegenwart

Ein Dreiteiler zu zeitlosen Themen mit Tiefgang.

Wild. Makaber. Außenseiterisch. Das ist „Blaubarts Geheimnis“ von Stephan Thoss. Einen Ausschnitt daraus zeigt – mit ungewöhnlichen Paartänzen – das Wiener Staatsballett als Auftakt seiner neuen Premiere. Die minimalistische Musik von Philip Glass unterstreicht den modernen, zeitgenössischen Bezug des Themas,… Weiterlesen…