Wenn die Liebe fremd geht Intelligente Bissigkeit: Thomas Ostermeier inszenierte „Bella Figura“ von Yasmina Reza an der Berliner Schaubühne

Ein reales Auto steht auf der Drehbühne. Schemenhaft erkennt man ein Paar darin. Die Grillen zirpen, ein romantischer Abend in einem Restaurant in der Pampa bahnt sich an. Pustekuchen! Boris, in Person des Intensiv-Schauspielers Mark Waschke am Steuer, hat schwer… Weiterlesen…

Wo ist der Zar? – Er ist beeindruckt… In Dresden premierte das selten komplett gezeigte "Impressing the Czar" von William Forsythe

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Chaos, Ironie, Ballett, Theater, Grazie, Witzigkeit, Virtuosität, Parallelität, Kuddelmuddel – eine Frau, ein Mann, viele Frauen, viele Männer, japanische Schulmädchen als Massenbedrohung, elegante artistische Attitüden, die Suche nach dem eigentlichen Star – und sozusagen NO WAY IN NOR OUT. Das ist… Weiterlesen…

Onegin hin, Onegin her Das Hamburg Ballett bietet zeitgleich mit dem Bolschoi Theater in Moskau Gelegenheit zu einem „Onegin“-Marathon

"Onegin" ist eines der wichtigsten Ballette.

Warum sollte man sich das Ballett „Onegin“ nur ein einziges Mal pro Tag und Wochenende ansehen? Es hat einen hohen Suchtfaktor, und kaum jemand, der es einmal sah und sich begeistern ließ, belässt es dabei. Gleich zwei international renommierte Compagnien… Weiterlesen…

VOX POPULI Das Publikum feiert die Überraschungsbesetzung von Carolina Agüero als "Giselle" mit Alexandr Trusch beim Hamburg Ballett

Giselle ist stets eine andere

Jede neue Besetzung birgt eine neue Erlebniswelt. Ganz einfach deshalb, weil zum Beispiel zwei Menschen und zwei Menschen nicht ein- und dasselbe sind. Das Publikum vom Hamburg Ballett feierte gestern abend die Überraschungsneubesetzung von „Giselle“ in der modernisierenden Choreografie von… Weiterlesen…

Seltsame Vorstellung Die Geschäftsführung vom Staatsballett Berlin macht Zugeständnisse, diskriminiert ver.di aber weiterhin

Der Streik wird wohl weiter das Tanzen lernen.

Acht Tage pro Jahr hat ein Solist des Berliner Staatsballetts derzeit frei. Das ist, nach gängigen Arbeitnehmermaßstäben, kaum zu fassen, so wenig ist es. Die Gewerkschaft ver.di fordert darum seit Monaten eineinhalb freie Tage pro Woche für Tänzer; nicht nur… Weiterlesen…

Leben mit dem Wissen, dass… Mit „Duato / Kylián“ legt das Staatsballett Berlin einen mit Innigkeit und Trauer, aber auch mit geheimnisvoller Hoffnung gefüllten Abend vor

Duato / Kylián ist ein Abend der tänzerisch überhöhten Trauer.

Seit Neuestem hat Nacho Duato, Ballettintendant in Berlin, ein Fahrrad. Er werde es sogar benutzen, versicherte er mir, schon, um dadurch seine immensen Kosten für Taxi-Fahrten zu reduzieren. Seine Truppe, das Staatsballett Berlin, überreichte ihm das Rad mit Verehrung: auf… Weiterlesen…

Ironie auf Tänzerisch William Forsythe probt sein Meisterstück „Impressing the Czar“ beim Semperoper Ballett: eine tiefsinnige Parodie aufs klassische Ballett

Forsythe für Anfänger

Bühnenprobe! „Impressing the Czar“ heißt das abendfüllende Ballett. Wo ist der Zar? Nirgendwo – es gibt ihn nur im Stücktitel. Doch dazu später. Erstmal greift, im Dunkel des Zuschauerraums in der Semperoper in Dresden, William Forsythe, 67 und einer der… Weiterlesen…

Sprung übern großen Teich Von Berlin nach Florida: Der Österreicher Rainer Krenstetter machte erst beim Berliner Staatsballett Karriere – und ist jetzt Principal beim Miami City Ballet

Rainer Krenstetter schaffte den Sprung aus Berlin in die USA.

Wenn er aus dem Fenster seines neuen Domizils im Sonnenstaat Florida schaut, blickt er auf eine Palme. Irgendwie ist das standesgemäß für einen Wahl-Berliner, der nach zwölf Jahren in der deutschen Hauptstadt nach Miami in die USA wechselte. Rainer Krenstetter,… Weiterlesen…

Tänze in die stählerne Unendlichkeit Ballett für lau, aber exquisit: „Portrait Richard Siegal – Noise – Signal – Silence“ mit dem Bayerischen Staatsballett live im Internet

Richard Siegal ist ein hypermoderner Choreograf.

Der irgendwie alterslos wirkende schlanke Mann, der ein graues Jackett über dem geöffneten weißen Hemd trägt, hat eine merkwürdige Aura. Einerseits schaut Richard Siegal, Allround-Künstler und Choreograf, wie ein Mathematiker oder Logiker drein: neugierig und gespannt, dabei aber ungeheuer gefestigt.… Weiterlesen…

Stolzer Mann, schamhafte Reue John Neumeiers „Giselle“: eine eigenwillig modernisierte Version, radikalisiert, stark moralisch. Aktuelle Besetzungen geben zudem Ausblicke auf die kommende Spielzeit. Und bei den 41. Hamburger Ballett-Tagen reüssierte die Romantik per se!

Giselle - die tragische Geschichte einer Liebenden.

Am Ende des ersten Aktes liegt Giselle tot am Boden. Dieses Zwischenende ist wie immer. Ansonsten aber ist vieles anders, seit John Neumeier im Jahr 2000 seine modernistische Fassung des romantischen Ballettklassikers schuf. Sie beginnt alptraumhaft mit der stilisierten Todesszene,… Weiterlesen…