Loblied der Weiblichkeit Das Bayerische Staatsballett entzückt mit einer „Paquita“, die historisch und zeitgeistig zugleich ist

Daria Sukhorukova als Paquita

So prächtig sieht die fertige „Paquita“-Aufführung in der Choreografie von Alexei Ratmansky aus: Es entstand ein opulentes, bilderreiches Liebesmärchen. Die Titelheldin Paquita wurde bei der Premiere von Daria Sukhorukova getanzt, als weitere Besetzung tanzt Ekaterina Petina. Beide Ballerinen wurden an… Weiterlesen…

Virtuose Flugbewegungen Neubesetzungen beim Hamburg Ballett: Karen Azatyan als Gennaro und Niurka Moredo in „Napoli“

Man kann sich ernsthaft fragen, ob Ballett die Menschen besser macht. Also im Sinne der Läuterung, wie sie Lessing und Schiller eigentlich dem Sprechtheater zusprechen wollten. Man lacht und man weint, wenn man ein Ballett ansieht, man ist hinterher glücklich… Weiterlesen…

Polinas Triumph! Polina Semionova erweist sich als außergewöhnliche „Giselle“: in Patrice Barts Inszenierung beim Staatsballett Berlin

Polina als Giselle: rasant

Welche Grazie! Welch Ausdruck! Welch historisch exakte, aber mit so viel neuem Leben gefüllte Pose! Polina Semionova als „Giselle“: ein Ereignis! Ein Triumph! Ein großer Abend! Sie kam damit zurück zum Staatsballett Berlin, sie tanzte und sie siegte. Dafür hat… Weiterlesen…

Der kluge Berserker Alexei Ratmansky reinszeniert „Paquita“ beim Bayerischen Staatsballett – nach den Unterlagen aus der Sergejev-Sammlung

Ratmansky und Fullington

Er stöhnt. Er hechelt. Er zieht hörbar die Luft ein, ist hoch erregt. Alexei Ratmansky, seit einigen Jahren Shooting Star der internationalen Choreografie, ist kein cooler Typ, wenn er im Ballettsaal probt. Vielmehr bringt er die Stimmung zum Brodeln –… Weiterlesen…

Liebe, Lust und Lloyalität In Hamburg wurde mal kein Neumeier, sondern der romantische Klassiker „Napoli“ mit der choreografischen Ergänzung von Lloyd Riggins uraufgeführt

der zweite Akt von Napoli

Man steigt hinab in die Untiefen der ballettösen Kleinteiligkeit – und erklimmt zugleich einen Himalaja der Virtuosität. So in etwa könnte man den Stil von Auguste Bournonville beschreiben. Der dänische Ballettmacher, 1805 unehelich geborener Sohn eines französischen Ballettmeisters, hatte mehr… Weiterlesen…

Wenn Liebe stärker ist als der Tod Patrice Barts grandiose „Giselle“ wird mit Polina Semionova beim Staatsballett Berlin premieren

Polina Semionova in Weiß

Möglicherweise ist er der absolute Experte für diese Sache hier, er ist womöglich der Einzige, der die kompliziert-romantische „Giselle“ wirklich durch und durch und richtig gut versteht und zu nehmen weiß. „Sie ist so fragil“, schwärmt Patrice Bart, ein Choreograf… Weiterlesen…

Erhabene Euphorie Die Premiere der „Hommage à MacMillan“ in Stuttgart wurde ihrem hohen Anspruch gerecht: Tänzer, Musiker und Sänger wurden für ihr Gesamtkunstwerk aus Sinn und Sinnlichkeit gefeiert

Drei Damen, drei Farben der Gefühle

Liebe überlebt den Tod; Liebe hält alles zusammen; Liebe sorgt dafür, dass Menschen ihr Schicksal akzeptieren können. So aufbauend ist die Message eines Abends, der nur auf den ersten Blick schwermütig oder gar frustrierend wirken könnte. Und es ist zwar… Weiterlesen…

Verlockendes Endspiel „Mayerling“ als Livestream mit dem Wiener Staatsballett: ein Anti-Suizid-Ballett trotz Doppelselbstmord, ein Stück Politgeschichte trotz Romantik. Und ein Bühnenabschied: Gregor Hatala als Kronprinz Rudolf.

Kronprinz im Bordell

Der Kronprinz hat Sorgen. Zur Musik von Franz Liszt versucht er in seinem ersten großen Solo des Abends, seinen Kummer zu vergessen. Er charmiert mit den Hofdamen, er brilliert mit Pirouetten, er landet sicher in eleganten Attitüden, er dreht sogar… Weiterlesen…

Frivolitäten Scharf und sarkastisch: Giorgio Madias „Don Juan“ in der Komischen Oper Berlin vom Staatsballett Berlin

Don Juan alias Leonard Jakovina

Hier geht es nicht um Tiefsinnigkeit. Hier geht es ums Wesentliche, würden Sexisten sagen. Jedenfalls um Frivolitäten, um die Reize des Sexus, und der Schwerenöter, der hier im Zentrum steht, heißt „Don Juan“ – er ist im Kulturzirkus wohl bekannt!… Weiterlesen…

Gestörte Körpergefühle Manchmal hat man es schwer mit seinem Körper. Der Bildhauer Georg Herold weiß das – und zeigt entsprechende Arbeiten in Berlin bei Contemporary Fine Arts

Schaum zu Bein

Wenn ein Künstler neue Materialien entdeckt, ist das Ergebnis normalerweise zunächst als Experiment zu begreifen. Georg Herold, 1947 geborener Bildhauer und gelernter Schmied, entdeckte mit Polyurethan-Schaum (PUR-Schaum) einen Kunststoff, der zwar mit den üblichen Vorstellungen von Natur nicht mehr viel… Weiterlesen…