Bournonville besucht Neapel Lloyd Riggins erweitert „Napoli“ beim Hamburg Ballett um ein Vorspiel. Und Marc Jubete tanzt als Golfo einen autoritären Womanizer

"Napoli" ist ein fantastisches Ballett.

Die Musik zwirbelt schon festliche Klänge, dass es eine helle Freude ist, da tritt von rechts ein junger Mann vor den Vorhang. Er trägt einen Zylinder und taubenblaue Reisebekleidung des 19. Jahrhunderts: Es ist August Bournonville, der dänische Choreograf aus… Weiterlesen…

Romantische Melancholie Das Bundesjugendballett absolvierte in der „Nacht der Melancholie“ in der Hamburger Kunsthalle drei Auftritte mit Charakter

Das Bundesjugendballett riskierte nochmals Kunstkontakt.

Spätvorstellung! Selten beginnt ein Ballettstück abends um 23 Uhr. In der Hamburger Kunsthalle war am letzten Samstag eben das zu erleben – es war die dritte und letzte Vorstellung des Bundesjugendballetts (BJB) in der „Nacht der Melancholie“ im just erneuerten… Weiterlesen…

Die Fliederfee als Kunstbegeisterte Sarah Mestrovic, gebürtige Berlinerin, ist Solistin beim Staatsballett Berlin – in der Berliner Galerie Brennecke begegnet sie Bildern von Franziska Maderthaner

Sarah Mestrovic ist sehr fotogen.

Wenn Sarah Mestrovic, gebürtige Berlinerin, sich nach „Dornröschen“, also nach der Vorstellung, auf der Bühne verbeugt, vollführt sie im fliederfarbenen Feen-Tutu einen unnachahmlich anmutigen, auratischen Knicks. Nicht jede Ballerina kann das mit soviel Bravour! Es ist ein Stück Kunst, denn… Weiterlesen…

Skandal um Lucia Lucia Lacarra und Marlon Dino verlassen das Bayerische Staatsballett – kein guter Beginn der dort kommenden Ära von Igor Zelensky

Sie werden künftig woanders strahlen.

Es brodelten schon ein paar Gerüchte in den letzten Monaten, und jetzt ist die Bombe geplatzt: Münchens Welt- und Superstar Lucia Lacarra wird mit Ehemann Marlon Dino das Bayerische Staatsballett verlassen. Damit verliert das renommierte Ensemble seine Hauptattraktion, sein Highlight,… Weiterlesen…

Grandezza im farblichen Dreiklang Das Staatsballett Berlin zeigt „Jewels“ von George Balanchine als atemberaubend virtuose, aber auch etwas inhaltsleere Show

"Jewels" ist ein Ballett nicht nur über Edelsteine.

Es ist ein farblicher Dreiklang, eine getanzte Trikolore, die das Staatsballett Berlin nach sichtlich intensiver Probenzeit jetzt zur Premiere brachte: „Jewels“ von George Balanchine besteht aus den Farben der Smaragde, der Rubine und der Diamanten. Grün, Rot, Weiß. Das sind… Weiterlesen…

Die Komik der Romantik Leslie Heylmann, Alexandr Trusch, Dario Franconi und Ivan Urban in „Napoli“ von August Bournonville und Lloyd Riggins beim Hamburg Ballett

"Napoli" und Neptunscharme - beim Hamburg Ballett.

Ein Junge sucht sein Mädchen. Die Musik spielt für seinen Auftritt in einem Ruderboot, dem er mit malerischer Geste entsteigt, eine besonders liebenswerte Melodie. Aber hat sein Suchen eine Chance zu finden? Wo ist er überhaupt gelandet? Mitten im Harem… Weiterlesen…

Schertz im Gepäck: Majestät, Euer Urteil! Majestätsbeleidigung contra Intelligenzbeleidigung! Jan Böhmermann mit Anwalt Christian Schertz kassierte eine Teilschlappe vorm Hamburger Landgericht

Das Landgericht Hamburg mag keine Diskriminierung, auch in der Satire nicht.

Ich fand Jan Böhmermann noch nie besonders lustig. Den Tyrannen Erdogan allerdings auch nicht. Dass sich nun aber der deutsche Satiriker gegen den türkischen Staatsmann einen bekannten Berliner Anwalt nahm, der damit berühmt wurde, die Persönlichkeitsrechte von Prominenten zu Lasten… Weiterlesen…

Die Kraft des Bösen Jago, der große Intrigant in „Othello“ von John Neumeier, zeigt beim Hamburg Ballett, warum das moralisch Gute nicht die Welt beherrscht

Leidenschaft kann tödlich sein.

Liebe, wenn sie außergewöhnlich stark ist und alle Konventionen sprengen kann, kommt als brachialer Einbruch ins Leben einher. Eigentlich ist sie ja gar nicht vorgesehen, in unseren bürgerlichen Plänen von Glück und Sicherheit und gesellschaftlichem Vorankommen. Aber die große erotische… Weiterlesen…

Gruppenkonsum, leicht gemacht „Mr. Gaga“: Ein Kinofilm von Tomer Heymann über Ohad Naharin bringt einem den Choreografen nicht näher, sondern zeigt ihn als Big Ego

Mr. Gaga ist nicht gaga, aber konsumistisch.

Manchmal ist ein Kinofilm besser, als es seine Macher wissen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein an sich schlechter Film unfreiwillig etwas ganz anderes mitteilt, als er mitteilen soll. „Mr. Gaga“, die filmische Doku von Tomer Heymann… Weiterlesen…