Ein Meisterballerino mit besonderen Aufgaben Michael Banzhaf nahm beim Staatsballett Berlin seinen Bühnenabschied – und wurde, etwas spät, danach zum Kammertänzer geadelt. Berlin sollte seine Preispraxis überdenken...

Michael Banzhaf wird verabschiedet

Noch einmal genoss er den Rausch einer großen Vorstellung. Noch einmal spielte er auf einem leibhaftigen Cello (von einer Tänzerin verkörpert), noch einmal rang er tänzerisch um Werk und Leben. Michael Banzhaf, 39 und Solist beim Staatsballett Berlin (SBB), nahm… Weiterlesen…

Die traurige Komödie von der Liebe „Die Möwe“ von John Neumeier wird endlich wieder beim Hamburg Ballett getanzt – in einer anrührenden, auch alarmierenden Neueinstudierung

"Die Möwe" von John Neumeier begeistert

Eine starke unerfüllte Liebe ist ein Grund zu leben und ein Grund zu sterben. Wer wüsste das nicht… Die Liebe als traurigste aller Komödien: A liebt B und B liebt C, während C nur D liebt – und wenn mal… Weiterlesen…

Form, Inhalt und die Ursprünge des Tanzes Fordern und Fördern mit den verschiedensten Aufgaben: Interview mit Ballettmanager Tobias Ehinger zum dreiteiligen Abend „Kontraste“ beim Ballett Dortmund

Kontraste im Ballett

Kurz vor der Premiere liegen an jedem Theater die Nerven blank. Dennoch fand Tobias Ehinger, Ballettmanager unter dem Direktorat von Xin Peng Wang beim Ballett Dortmund, die Zeit und die Konzentration, einige Fragen zum neuen, dreiteiligen Abend „Kontraste“ tiefgehend zu… Weiterlesen…

Im Herzen immer jung John Neumeier wird morgen 78,0027 Jahre alt – kein Grund, sich aufzuregen, aber einer, ihm und uns zu gratulieren

John Neumeier wird 78

Im Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier stand ein langer, weißer Tisch voller Geschenke und Blumen zum Geburtstag. Wie ein vornehmes Büffet aus bunten Gratulationen sah das aus! Dort stellte man seine mitgebrachte Gabe einfach dazu. Viele Gäste kamen aber auch… Weiterlesen…

Ein feines Buch fürs ganze Leben „Tanzen und tanzen und nichts als tanzen“: Das gleichnamige Buch zeigt so viele berufliche Lebensentwürfe wie Tänzerinnen der Moderne. Leider wirbt der Verlag AvivA mit einem Fauxpas

Tanzen - das wollen diese Frauen.

Sechzehn tolle Frauen, fünfzehn tolle biografische Aufsätze, die sie vorstellen und ihre beruflichen Lebenswege beschreiben: Das Buch „Tanzen und tanzen und nichts als tanzen – Tänzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman“, herausgegeben von Amelie Soyka, ist nur… Weiterlesen…

Liebe und Verzicht Neubesetzung des „Onegin“ beim Staatsballett Berlin: mit Marian Walter in der Titelrolle, Iana Salenko als Tatjana, Ksenia Ovsyanick als Olga und Nikolay Korypaev als Gremin

Onegin ist einfach toll

Das heitere Glück eines verliebten Paares, wo kann man es deutlicher erkennen als bei Olga und Lenski in „Onegin“ von John Cranko? Als Gegenentwurf zur düster-dramatischen Titelfigur und der depressiven Tatjana ersonnen, strotzt das verlobte Pärchen Olga und Lenski nur… Weiterlesen…

Das Leben – ein Krieg, kein Traum Claus Peymann entfacht noch einmal sein furioses Talent am Berliner Ensemble: mit Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“

Der Prinz ist dem Tode geweiht.

Das Leben ist beständiger Krieg. Im globalisierten Kapitalismus sowieso – ob im ramdösigen Trumpland oder in Merkels Scheinidylle: Menschen mutieren zu Kannibalen, sowie die Fressnäpfe zu knapp bemessen oder zu ungerecht verteilt sind – oder sie aus anderen Gründen unheilbar… Weiterlesen…

Nur die Erkenntnis zählt Energetisch: Haruka Sassa und Javier Cacheiro Alemán im „Schwanensee“ von Xin Peng Wang beim Ballett Dortmund

Schwanensee à la moderne erschließt sich umso besser.

Die jüngsten Hooligan-Ausschreitungen in Dortmund zeigten: Diese Stadt braucht die positive Energie des Balletts erst recht. „Schwanensee“, das Ballett aller Ballette, ist hier zudem in sinnvoll-sinnlicher, modernisierter Version zu erleben: als Generationenkonflikt – oder auch als Konflikt des jungen Helden… Weiterlesen…

Gucken wie Angela Merkel Das Bundesjugendballett zeigte „John’s Dream“ beim Finale des 45. Prix de Lausanne – John Neumeier nahm dort den „Lifetime Achievement Award“ entgegen. Ansonsten gab es einige Ungereimtheiten

Der 445. Prix de Lausanne war so lala

Vorbei. Herzklopfen, Härtetrainings, Probenexzesse, schließlich die großen Momente der Auftritte vor der Jury und dem Publikum – alles ist erst einmal wieder vorbei. Der 45. Prix de Lausanne (2017) zog mit vielen großen Sprüngen vorüber – und hinterließ mal wieder… Weiterlesen…

Da lachen ja die Hühner! Das Bayerische Staatsballett fährt Zweit- und Drittbesetzungen in „La Fille mal gardée“ auf: so putzmunter wie solide

Wenn der Hahn kräht

Wenn der Hahn kräht, ist alles schon zu spät. Dann hat „La Fille mal gardée“, das neckisch-ländliche Ballettdrama vom „schlecht behüteten Mädchen“, unwiderruflich angefangen – und ist mit all den lieblichen Albernheiten, die typisch sind für eine Komödie von Sir… Weiterlesen…