Die neue Schönheit der Noblesse Nacho Duato befreite „Dornröschen“ vom Kitschvorwurf – eine Heldentat des Staatsballetts Berlin

Iana Salenko und Leonid Sarafanov

Man könnte ein Rätsel daraus machen, und die Frage lautet: Was ist das? Es ist echt alt und doch ganz neu; antik und doch ziemlich modern; rasant, dennoch von innerer Ruhe – und farbenprächtig, aber keinesfalls bunt. Richtig: Das ist… Weiterlesen…

Diese unbezahlbare Ahnung von unbedingter Liebe Ein neues, heißes Meisterwerk ist geboren: David Dawsons Ballett „Tristan + Isolde“ zu Musik von Szymon Brzóska mit dem Dresdner Semperoper Ballett

Magisch: die Heilung

Ein langer, heller Ton erklingt, dazu gesellt sich ein Gewisper der Streicher. In den Bässen ist es derweil ein Auf und Ab, aber einige Etagen höher schleicht sich ein irrlichternes Melodiefragment ein. Rauschhaft überkommen ganze Fluten aus Klangkaskaden den Raum;… Weiterlesen…

„Ein Tänzer sollte nie aufhören zu experimentieren!“ Alexander Jones tanzt aktuell den „Onegin“ in Stuttgart – ein außergewöhnlicher und außergewöhnlich junger Titelheld, der freundlich einige knifflige Fragen beantwortete

Alexander Jones als Romeo

Das Publikum liebt ihn für seine tolle Balance, seinen Schwung, seinen Ballon bei den Sprüngen, für seine noble Haltung bei allen noch so komplizierten technischen Finessen – und für seine große Glaubwürdigkeit im Spiel: Im englischen Essex geboren, wurde Alexander… Weiterlesen…

Ein wirklich reifes Wunderkind Der verstorbene Pianist Aldo Ciccolini spielt Klassik auf concert.arte.tv

Ciccolini working

Er begann das musikalische Studium 1934 mit einer Sondererlaubnis, als gerade mal Neunjähriger: Aldo Ciccolini, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, wurde am Konservatorium Neapel wortwörtlich auf dem Klavierhocker erwachsen. Solchen früh zu erkennenden Talenten wie ihm gewährte man früher ja des… Weiterlesen…

Der Schmelz des Schicksals „Giselle“ ist jeweils eine andere: in Berlin gab es drei bedeutende Interpretationen der Titelfigur; in Hamburg und Stuttgart gab es Newcomer

Salenko und Tamazlacaru vor dem roten Vorhang

Es ist erstaunlich, wie verschieden die „Giselle“ getanzt werden kann. Eine meiner heimlichen Favoritinnen ist immer noch Galina Mezentseva, die in den 80er Jahren im damaligen Leningrader Kirov-Theater als Titelheldin des bedeutendsten romantischen Balletts reüssierte. Im ersten Akt wirkte sie… Weiterlesen…

Zusammenhalt in der Fremde Ein dreiteiliger Abend des Bayerischen Staatsballetts erinnert mit Arbeiten von Forsythe, Limón und Kylián an Themen wie Flucht, Vertreibung, Nomadentum

Zugvögel im Ensemble

Ihre Stimme klingt, als sei sie eine junge Frau. Dabei ist Carla Maxwell schon seit 1978 die Künstlerische Direktorin der Limón Dance Company, in die sie 1965 als Tänzerin eingetreten war. José Limóns Stück „The Exiles“ („Die Exilanten“) ist das… Weiterlesen…

Liebe total: Die feine Synergie von Musik und Ballett In Dresden wird Mitte Februar das Ballett „Tristan + Isolde“ von David Dawson uraufgeführt – mit der ebenfalls neuen Musik von Szymon Brzóska

Tristan-Proben in Dresden

Was wäre Ballett ohne Musik? Und neue Werke brauchen neue Noten! Szymon Brzóska, geboren 1981 in Poznán (Polen), ist als Komponist auf die Synergie zwischen Musik, Tanz, Theater und Film spezialisiert. Man könnte sagen, dass er ein Tschaikowski unserer Tage… Weiterlesen…

Der langbeinige Klammergriff des Kapitalismus Das Jahrhundertballett „Liliom“ war vorerst zum letzten Mal zu sehen – mit phänomenalen tänzerisch-darstellerischen Leistungen vom Hamburg Ballett

Polikarpova und Jung

Die ausdrucksstarken Beine von Ballerinen sind kein Zufall. Sondern das Ergebnis kontinuierlicher, kraftzehrender Arbeit. Umso erfreulicher, wenn diese unter täglichem Einsatz ausgebildeten Instrumente dazu beitragen, eine Bühnenfigur so charakteristisch wie unverwechselbar darzustellen. Die schön geformten unteren Gliedmaße dienen dann der… Weiterlesen…

Abschied und Neuanfang Ballette von John Neumeier in Europa: In Wien premieren „Verklungene Feste / Josephs Legende“, und in Paris kreiert Neumeier gerade „Das Lied der Erde“

Haigen und Jamisons Arm

Wenn ein Choreograf so viele weltbedeutende Ballette geschaffen hat wie John Neumeier, ist es schwierig, seine einzelnen Schaffensphasen klar und eindeutig voneinander abzugrenzen. Der kommende Premierenabend beim Wiener Staatsballett vereint jedoch ein eindeutiges Frühwerk Neumeiers – „Josephs Legende“ von 1977… Weiterlesen…

Echt und schmutzig, dabei bildschön: Nacho Duato im Portrait Mehr als nur eine Doku, ein Kunstfilm: „Der Choreograph Nacho Duato“ von Ulrik Wivel und Alejandro Álvarez. Am 22.2., nachts auf arte

Nacho Duato erklärt

Er hat diese feurige spanische Leidenschaft in sich, er will alles mehr als hundertprozentig machen, er fühlt und denkt höchst modern – und nicht selten wirkt er dabei wie ein großes Kind. Nacho Duato, seit September Ballettintendant und künstlerischer Leiter… Weiterlesen…