Hanseatische Geräuschvergrößerung: Krachbau oder Luxushalle? Warum die Elbphilharmonie dem Wesen nach keine Konzerthalle, sondern nur ein monströser Kommerz-Gag für Hamburg ist

Die Elbphilharmonie ist ein Desaster

Der ersten Töne des Eröffnungskonzerts nach dem Festakt kommen als Solo von einer einzelnen Oboe – vermutlich, weil der Erste Bürgermeister Hamburgs, Olaf Scholz, in seiner Jugend mal Oboe spielte. Was für eine peinliche „neu-hanseatische“ Anbiederung an die Machthaber und Geldgeber!… Weiterlesen…

Der lebendige Totentanz arte bietet einen Crossover-Event der Extra-Klasse: Christian Spucks Anti-Ballett „Messa da Requiem“ aus Zürich. Verdis Musik wird neu interpretiert von Fabio Luisi

Verdi und seine Messa da Requiem als Tanzevent.

Asche zu Asche – die Asche liegt auf dem Bühnenboden, sie rieselt herab. Sie symbolisiert das Thema: den großen, alles umfassenden Tod. Mortem. Death. La mort. Muerte. Morte. Jede Sprache kennt ihn. Keine liebt ihn. Er ist der Endpunkt. Christian… Weiterlesen…

Glamour aus dem Hinterzimmer Der Film „Gardenia – Bevor der letzte Vorhang fällt“ holt gealterte Travestie-Stars auf die Bühne zurück – und vor die Kamera, arte zeigt das Werk am 3.11.16

Männer als Frauen

Man sieht: Ein Hochhaus in der Wintersonne, an den Bäumen raschelt vertrocknetes Laub. Eine symbolträchtige Kameraeinstellung, denn die Filmdoku „Gardenia – Bevor der letzte Vorhang fällt“  lässt Männer von sich erzählen, die einen Großteil ihres Lebens ziemlich aufgedonnert en travestie… Weiterlesen…

Traumteams auf dem Tortentrampolin 3sat sendete die smart-schmissige „Alice in Wonderland“ von Christopher Wheeldon aus London mit dem Royal Ballet

Alice im Wunderland ist was für Könner.

Schräg, schräger, Alice! Das muntere Mädchen, das seit seiner literarischen Erfindung durch Lewis Carroll 1865 durch die Kindsköpfe geistert, darf die Welt als absurd und widersprüchlich zeigen, darf durch aberwitzige Geschehnisse taumeln und dabei erleben, wie die Logik sich sozusagen… Weiterlesen…

Der berühmteste Sprung des großen Nurejew „Rudolf Nurejew – Der Sprung in die Freiheit“: arte zeigt eine spielfilmartige Doku, die den Wechsel des Stars aus der damaligen Sowjetunion in den Westen beleuchtet

Noch eine gute Doku über Rudi Nurejew.

Man könnte glauben, über den großartigen Rudi sei schon alles gesagt. Er schrieb ja selbst seine Memoiren, andere schrieben Biografien von ihm, und nicht wenige Fernsehfilme versuchen immer wieder, sein Profil zu erfassen und neu zu entschlüsseln. Aber ganz unverdrossen… Weiterlesen…

Wunderzeiten Das Stuttgarter Ballett feiert das 20-jährige Dienstjubiläum seines Intendanten Reid Anderson – mit dem Film von Harold Woetzel: „Von Wundern und Superhelden“

Harold Woetzel drehte einen einfühlsamen Film über das Stuttgarter Ballett.

Das heimelige schwäbische Stuttgart hat dieses Jahr gleich zwei Jubiläen des Balletts: Man feiert 55 Jahre Stuttgarter Ballett – und 20 Jahre Reid Anderson als Ballettintendant. 1969 kam der heutige Chef vom Stuttgarter Ballett als 19-Jähriger direkt aus London, von… Weiterlesen…

Gruppenkonsum, leicht gemacht „Mr. Gaga“: Ein Kinofilm von Tomer Heymann über Ohad Naharin bringt einem den Choreografen nicht näher, sondern zeigt ihn als Big Ego

Mr. Gaga ist nicht gaga, aber konsumistisch.

Manchmal ist ein Kinofilm besser, als es seine Macher wissen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein an sich schlechter Film unfreiwillig etwas ganz anderes mitteilt, als er mitteilen soll. „Mr. Gaga“, die filmische Doku von Tomer Heymann… Weiterlesen…

Suizidschwan und Piratenbräute Arte experimentiert mit Ballett: Neben einer Gala vom Mariinski-Theater von 2013 gibt es auch – sogar live in neuartiger Technik – die Wiener Version von „Le Corsaire“ von Manuel Legris

Ob ein Korsar oder ein Suizidschwan - Arte bietet beides.

Man weiß nicht so recht, ob das nun gute oder böse Neuigkeiten sind: Arte zeigt zwar am 2. April 2016, und zwar von 19 Uhr an, live die neue Inszenierung von „Le Corsaire“ von Manuel Legris vom Wiener Staatsballett. Aber:… Weiterlesen…