Der widerspenstige Wundertänzer Alexandr Trusch ist mit 25 Jahren schon Erster Solist beim Hamburg Ballett. Vielleicht tanzt er bald beim ABT in New York. Aber erstmal gibt er sein Debüt in „Napoli“.

Ein Kobold, ein Traumtänzer: Alexandr Trusch

Es ist so eine Sache, einen jungen Tänzer mit Rudolf Nurejew vergleichen zu wollen. Eigentlich kann das gar nix bringen. Aber im Fall von Alexandr Trusch gibt es eine Gemeinsamkeit mit dem berühmtesten aller Tänzer, die man einfach nicht verschweigen… Weiterlesen… →

Erwachsenwerden Die 19-jährige Emilie Mazoń tanzt erstmals die Marie in Neumeiers „Nussknacker“

Das Mädchen Marie läuft frohgemut auf die Bühne, tänzelt im Belle-Époque-Interieur vor sich hin, an der modischen Zimmerpalme im Silbertrog vorbei. Marie erklimmt das Sofa, wackelt und reckt und streckt sich, um sich eine Porzellanfigur vom Nippesregal zu angeln. Sie… Weiterlesen… →

Der grandiose Erneuerer John Neumeier als Neuerfinder des abendfüllenden Handlungsballetts: vom „Nussknacker“ bis zum „Weihnachtsoratorium I–VI“

Ein Übervater des Balletts

Das Ballettland Deutschland ist besser als sein Ruf. Auch wenn in manchen Bundesländern die Theater (inklusive Ballettensembles) gerade lebensbedrohlich runtergespart werden: Bei den großen deutschen Compagnien, den „top six“, und auch bei anderen laufen die weltweit wichtigsten Stücke – und… Weiterlesen… →

Virtuose Flugbewegungen Neubesetzungen beim Hamburg Ballett: Karen Azatyan als Gennaro und Niurka Moredo in „Napoli“

Man kann sich ernsthaft fragen, ob Ballett die Menschen besser macht. Also im Sinne der Läuterung, wie sie Lessing und Schiller eigentlich dem Sprechtheater zusprechen wollten. Man lacht und man weint, wenn man ein Ballett ansieht, man ist hinterher glücklich… Weiterlesen… →

Liebe, Lust und Lloyalität In Hamburg wurde mal kein Neumeier, sondern der romantische Klassiker „Napoli“ mit der choreografischen Ergänzung von Lloyd Riggins uraufgeführt

der zweite Akt von Napoli

Man steigt hinab in die Untiefen der ballettösen Kleinteiligkeit – und erklimmt zugleich einen Himalaja der Virtuosität. So in etwa könnte man den Stil von Auguste Bournonville beschreiben. Der dänische Ballettmacher, 1805 unehelich geborener Sohn eines französischen Ballettmeisters, hatte mehr… Weiterlesen… →

Wie der Geschmack von Salz auf nackter Haut Carsten Jung als Eugen Onegin in John Neumeiers aktueller Version von „Tatjana“ – ein heißblütiges Phänomen

Winter in Hamburg

Wenn man an einem kalten, aber hellen Wintertag vor die Tür geht, ein paar blattlose Bäume findet, die einem stumm das Verständnis der Natur entgegen halten, wenn man in den blassen Himmel schaut und Schneefall erwartet, dann ist es Zeit,… Weiterlesen… →

Den Tanz zu den Menschen bringen Das Bundesjugendballett (BJB) tanzt in Theatern und Gefängnissen, macht Workshops mit Benachteiligten – und glänzt in Geheimtipp-Shows wie in der Sole-Therme in Otterndorf

A Swirl of Snow

Was geht denn hier ab?! Es ist kaum zu fassen: Die ohnehin nicht gerade große Bühne des Hamburger Ernst-Deutsch-Theaters ist fast zur Hälfte mit freundlich dreinschauenden Orchestermusikern belegt. Dennoch tanzen neben der Musikergruppe vier Paare voll Lust und Freiheitsgefühl, rasant,… Weiterlesen… →

Der Geschmack von Schnee auf nackter Haut John Neumeiers "Tatjana" – nach Puschkins "Eugen Onegin" – wird in Hamburg und in Moskau getanzt

Tatjana und Eugen

Der Choreograph und Allround-Künstler John Neumeier formulierte vor vielen Jahren mal einen Satz über sich, auf seine Stücke bezogen: „Ich bin Mann, ich bin Frau – ich bin sie alle!“ Für seinen jüngsten großen und auch abendfüllenden Wurf, für das geniale… Weiterlesen… →

Ein Liebesmord im Multi-Kulti-Idyll „Othello“ von John Neumeier zeigt in Hamburg, wie sehr sogar eine außergewöhnliche Liebe wegen eines einzigen Aggressors schief gehen kann. Sind Menschen Affen?

In "Othello" läuft nicht alles glatt.

Sie sind das große Anti-Paar der Weltliteratur, und John Neumeier hat mit seinem 1985 uraufgeführten Ballett ein weiteres, als eigenständig zu erachtendes Meisterwerk über die Unglücklichsten aller Liebenden geschaffen: Othello und Desdemona, die zunächst über alle Hürden des Altersunterschieds und… Weiterlesen… →

Mit dem Herzen spielen, nicht mit den Fingern Elizabeth Cooper, Pianistin, spielt seit der Uraufführung in jeder Vorstellung von „Tod in Venedig“ live auf der Bühne: jetzt zum 78. Mal

Wie sie es sagt, ist es eine Lobrede auf die Musik, mit einer zarten Melodie und tänzelnden Rhythmen darin: „Ich spiele mit dem Herzen, nicht mit den Fingern.“ Elizabeth Cooper, gebürtige Pariserin irischer Abstammung, ist Pianistin, Komponistin, Dirigentin. Eine der… Weiterlesen… →