Der langbeinige Klammergriff des Kapitalismus Das Jahrhundertballett „Liliom“ war vorerst zum letzten Mal zu sehen – mit phänomenalen tänzerisch-darstellerischen Leistungen vom Hamburg Ballett

Polikarpova und Jung

Die ausdrucksstarken Beine von Ballerinen sind kein Zufall. Sondern das Ergebnis kontinuierlicher, kraftzehrender Arbeit. Umso erfreulicher, wenn diese unter täglichem Einsatz ausgebildeten Instrumente dazu beitragen, eine Bühnenfigur so charakteristisch wie unverwechselbar darzustellen. Die schön geformten unteren Gliedmaße dienen dann der… Weiterlesen…

Pirouettenwirbel mit Sozialpolitik John Neumeiers geniales Jazz-, Sozial- und Politikballett „Liliom“: mit zwei Orchestern und in teils neuer Besetzung beim Hamburg Ballett

Neumeier und Jung

Politik und Poesie, Jahrmarktlärm und Spitzenschuhgetrappel, viele bunte Luftballons – und noch mehr Sozialkritik. Das funktioniert, wenn ein erfahrenes choreografisches Genie wie John Neumeier ein Ballett ganz neu schöpft, unbelastet von einer traditionellen Tanz-Vorlage oder von bereits häufig benutzter Musik… Weiterlesen…

Der widerspenstige Wundertänzer Alexandr Trusch ist mit 25 Jahren schon Erster Solist beim Hamburg Ballett. Vielleicht tanzt er bald beim ABT in New York. Aber erstmal gibt er sein Debüt in „Napoli“.

Ein Kobold, ein Traumtänzer: Alexandr Trusch

Es ist so eine Sache, einen jungen Tänzer mit Rudolf Nurejew vergleichen zu wollen. Eigentlich kann das gar nix bringen. Aber im Fall von Alexandr Trusch gibt es eine Gemeinsamkeit mit dem berühmtesten aller Tänzer, die man einfach nicht verschweigen… Weiterlesen…

Der grandiose Erneuerer John Neumeier als Neuerfinder des abendfüllenden Handlungsballetts: vom „Nussknacker“ bis zum „Weihnachtsoratorium I–VI“

Ein Übervater des Balletts

Das Ballettland Deutschland ist besser als sein Ruf. Auch wenn in manchen Bundesländern die Theater (inklusive Ballettensembles) gerade lebensbedrohlich runtergespart werden: Bei den großen deutschen Compagnien, den „top six“, und auch bei anderen laufen die weltweit wichtigsten Stücke – und… Weiterlesen…

Virtuose Flugbewegungen Neubesetzungen beim Hamburg Ballett: Karen Azatyan als Gennaro und Niurka Moredo in „Napoli“

Man kann sich ernsthaft fragen, ob Ballett die Menschen besser macht. Also im Sinne der Läuterung, wie sie Lessing und Schiller eigentlich dem Sprechtheater zusprechen wollten. Man lacht und man weint, wenn man ein Ballett ansieht, man ist hinterher glücklich… Weiterlesen…

Liebe, Lust und Lloyalität In Hamburg wurde mal kein Neumeier, sondern der romantische Klassiker „Napoli“ mit der choreografischen Ergänzung von Lloyd Riggins uraufgeführt

der zweite Akt von Napoli

Man steigt hinab in die Untiefen der ballettösen Kleinteiligkeit – und erklimmt zugleich einen Himalaja der Virtuosität. So in etwa könnte man den Stil von Auguste Bournonville beschreiben. Der dänische Ballettmacher, 1805 unehelich geborener Sohn eines französischen Ballettmeisters, hatte mehr… Weiterlesen…