Den Tanz zu den Menschen bringen Das Bundesjugendballett (BJB) tanzt in Theatern und Gefängnissen, macht Workshops mit Benachteiligten – und glänzt in Geheimtipp-Shows wie in der Sole-Therme in Otterndorf

A Swirl of Snow

Was geht denn hier ab?! Es ist kaum zu fassen: Die ohnehin nicht gerade große Bühne des Hamburger Ernst-Deutsch-Theaters ist fast zur Hälfte mit freundlich dreinschauenden Orchestermusikern belegt. Dennoch tanzen neben der Musikergruppe vier Paare voll Lust und Freiheitsgefühl, rasant,… Weiterlesen…

Der Geschmack von Schnee auf nackter Haut John Neumeiers "Tatjana" – nach Puschkins "Eugen Onegin" – wird in Hamburg und in Moskau getanzt

Tatjana und Eugen

Der Choreograph und Allround-Künstler John Neumeier formulierte vor vielen Jahren mal einen Satz über sich, auf seine Stücke bezogen: „Ich bin Mann, ich bin Frau – ich bin sie alle!“ Für seinen jüngsten großen und auch abendfüllenden Wurf, für das geniale… Weiterlesen…

Ein Liebesmord im Multi-Kulti-Idyll „Othello“ von John Neumeier zeigt in Hamburg, wie sehr sogar eine außergewöhnliche Liebe wegen eines einzigen Aggressors schief gehen kann. Sind Menschen Affen?

In "Othello" läuft nicht alles glatt.

Sie sind das große Anti-Paar der Weltliteratur, und John Neumeier hat mit seinem 1985 uraufgeführten Ballett ein weiteres, als eigenständig zu erachtendes Meisterwerk über die Unglücklichsten aller Liebenden geschaffen: Othello und Desdemona, die zunächst über alle Hürden des Altersunterschieds und… Weiterlesen…

Mit dem Herzen spielen, nicht mit den Fingern Elizabeth Cooper, Pianistin, spielt seit der Uraufführung in jeder Vorstellung von „Tod in Venedig“ live auf der Bühne: jetzt zum 78. Mal

Wie sie es sagt, ist es eine Lobrede auf die Musik, mit einer zarten Melodie und tänzelnden Rhythmen darin: „Ich spiele mit dem Herzen, nicht mit den Fingern.“ Elizabeth Cooper, gebürtige Pariserin irischer Abstammung, ist Pianistin, Komponistin, Dirigentin. Eine der… Weiterlesen…

Weiße Furien und schwarze Magie: Wahrheiten über Romantizismen John Neumeiers 206. "Ballett-Werkstatt" widmete sich der klassisch-romantischen und der modernisierten "Giselle". Ein Essay.

Die weißen, geisterhaften Frauen, die "Wilis" in "Giselle", sind in Hamburg eher Hexen.

Vorsicht, dieser Aufsatz enthält ein Stück Ballettdramaturgie! Zunächst wird die 206. „Ballett-Werkstatt“ in Hamburg reflektiert, die dem Ballett „Giselle“ gewidmet war. Dann wird der spirituell interessante zweite Akt dieses Balletts ins Visier genommen. Dabei werden verschiedene moderne Interpretationen mit der… Weiterlesen…

Die Liebe eines alternden Mannes John Neumeiers „Tod in Venedig“ begeistert beim Hamburg Ballett mit der orgiastischen Illustration des späten Begehrens

Die männliche Sexualität gibt immer wieder Rätsel auf. Das, was oft als „zweiter Frühling“ bezeichnet wird, kann einen Mann (und zwar stärker als eine Frau) so derart überwältigen, dass er sein gesamtes Leben auf den Prüfstand stellt – oder sogar… Weiterlesen…

Das fremde Tier in dir John Neumeiers Primaballerina Silvia Azzoni: schön, selbstsicher – und sinnlich wie eine Bestie.

Sie hat das Gesicht einer Madonna und den Körper einer Kindfrau: Die Italienerin Silvia Azzoni, Startänzerin in John Neumeiers Hamburg Ballett, erfüllt jedes Klischee, das es über Profiballett gibt – und dennoch steht sie auch als der lebende Gegenbeweis da.… Weiterlesen…