Weiße Furien und schwarze Magie: Wahrheiten über Romantizismen John Neumeiers 206. "Ballett-Werkstatt" widmete sich der klassisch-romantischen und der modernisierten "Giselle". Ein Essay.

Die weißen, geisterhaften Frauen, die "Wilis" in "Giselle", sind in Hamburg eher Hexen.

Vorsicht, dieser Aufsatz enthält ein Stück Ballettdramaturgie! Zunächst wird die 206. „Ballett-Werkstatt“ in Hamburg reflektiert, die dem Ballett „Giselle“ gewidmet war. Dann wird der spirituell interessante zweite Akt dieses Balletts ins Visier genommen. Dabei werden verschiedene moderne Interpretationen mit der… Weiterlesen… →

Die schönsten Liebesgeschichten Letztes Jahr Rollenjubiläum, heute neue Besetzungen: Lucia Lacarra tanzt seit 10 Jahren "Die Kameliendame" beim Bayerischen Staatsballett. Derzeit gastiert Polina Semionova - und Daria Sukhorukova alterniert mit Ekaterina Petina

"Die Kameliendame" ist eines der bedeutendsten Ballette überhaupt

Marguerite trifft Manon, Manon trifft Marguerite – und reicht ihr die Hand: Zu Beginn einer der ergreifendsten Liebesgeschichten überhaupt (die im Ballett als Rückblende erzählt wird) sitzt die Titelheldin Marguerite, „Die Kameliendame“, im Theater. Es ist ein Spiel im Spiel;… Weiterlesen… →

Die totale Erotisierung Polina Semionova mit Maurice Béjarts „Boléro“ in Berlin – eine Erschütterung

Spagat. Ein wirbelnder Tanz. Ein letztes Aufbäumen – und die Männer stürzen sich scheinbar auf die Solistin, begraben sie unter sich. So endet Maurice Béjarts choreographische Version eines der berühmtesten Ballette der Geschichte: Der „Boléro“, komponiert für Ida Rubinstein, die… Weiterlesen… →

Die Liebe eines alternden Mannes John Neumeiers „Tod in Venedig“ begeistert beim Hamburg Ballett mit der orgiastischen Illustration des späten Begehrens

Die männliche Sexualität gibt immer wieder Rätsel auf. Das, was oft als „zweiter Frühling“ bezeichnet wird, kann einen Mann (und zwar stärker als eine Frau) so derart überwältigen, dass er sein gesamtes Leben auf den Prüfstand stellt – oder sogar… Weiterlesen… →

Hommage an eine große Dame Wiebke Hüster machte ein Buch über die Cranko-Muse, Pädagogin und Ballettdirektorin Birgit Keil

Es ist nicht immer einfach, über einen Star zu schreiben, zumal, wenn man mit diesem auch privat befreundet ist. Wiebke Hüster, Ballettkritikerin der FAZ und Yoga-Lehrerin, hat sich getraut. Herausgekommen ist ein manchmal etwas flappsiger, aber insgesamt unbedingt lesenswerter Band:… Weiterlesen… →

Oh, du schöner Vagabund! Er tanzte den „Romeo“ und den „Joseph“ erst mit fast 40: Der Superstar Jiří Bubeníček dreht interpretatorisch beim Semperoper Ballett in Dresden ganz weit auf

Stijn Celis an der Semperoper

„Du schöner Vagabund! Gestern sah ich dich als ‚Romeo’ in Stijn Celis’ ‚Romeo und Julia’ nach der Musik von Prokofiew in der Dresdner Semperoper. Welche Brillanz! Welche Hingabe! Welch Humor! Welch radikale Traurigkeit! Dein Körper schafft es, alle Gegensätze zu… Weiterlesen… →

Geringeltes Vergnügen, aber tödliche Fröhlichkeit Himmelhoch jauchzend: "Leonce und Lena" von Christian Spuck beim Stuttgarter Ballett

Ein wirklich köstlich komisches Paar

Es gibt diesen mokanten Blick von Leuten, die sich langweilen. Im Ballett „Leonce und Lena“ von Christian Spuck ist diese tödliche Langeweile nebst dem entsprechend putzigen Körperausdruck nachgerade stilbildend. Der bildhübsche Darsteller des Leonce – der holländische Startänzer Marijn Rademaker… Weiterlesen… →