Aus dem Innern geschöpft Das Ballett am Rhein präsentiert unter Martin Schläpfer mit „b.21– ‚Serenade’, ‚Alltag’ und ‚Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2’“ ein pralles Paket an ästhetischen Novitäten

"Alltag" mit van Manen

Das Selbstverständnis von Martin Schläpfer ist für einen Tanzmenschen eher ungewöhnlich: „Ich habe gelernt, mich zu reiben“, sagt er: „Nicht nur an Sachen, sondern auch an Menschen. Das heißt, ich habe gelernt zu diskutieren, zu reden, ein Stück weit zu… Weiterlesen…

Windiger Weltenwechsler, frivoler Frechdachs Amor läuft Amok: Der wilde Puck ist auch beim Bayerischen Staatsballett die Zentralgestalt in „Ein Sommernachtstraum“ von John Neumeier

Die Verwandlung des Zettel

Puck ist nicht von dieser Welt. Seine Elemente sind die nächtlichen Nebel im verzauberten Olivenhain; auf Mondlicht kann er dahin wirbeln und die Menschen die absurdesten Dinge glauben machen. Wenn er allein ist, übt er die Magie: Er zieht ein… Weiterlesen…

Innenleben eines Opernhauses – von vorne wie von hinten „Die Semperoper für Kinder“ erklärt mit Leichtigkeit die Geschichte und den Alltag der Semperoper in Dresden

Die Semperoper in Dresden

Was ist eigentlich ein Gewandmeister? Und was genau macht der Bühnentechniker? Und wie kann man die Begeisterung mancher Kinder für Theater, Oper, Ballett mit einem Buch noch weiter schüren oder diese Begeisterung sogar erst wecken? Drei Fragen, eine Antwort: „Die… Weiterlesen…

Kunstgenie und Frauenheld „Looking for Picasso“ auf arte+7 lohnt mehrfache Ansicht: Die umfassende Doku zeigt sogar die tänzerische Seite des bildenden Künstlers

Picasso beim Malen

Er war ein Titan der bildenden Kunst, setzte im 20. Jahrhundert malerische Maßstäbe wie sonst keiner – und seine erste Ehefrau war Tänzerin. Das ist eine Kurzbeschreibung von Pablo Picasso, die dem außergewöhnlichen Doku-Portrait „Looking for Picasso“ allerdings nicht ganz… Weiterlesen…

Ein Liebesmord im Multi-Kulti-Idyll „Othello“ von John Neumeier zeigt in Hamburg, wie sehr sogar eine außergewöhnliche Liebe wegen eines einzigen Aggressors schief gehen kann. Sind Menschen Affen?

In "Othello" läuft nicht alles glatt.

Sie sind das große Anti-Paar der Weltliteratur, und John Neumeier hat mit seinem 1985 uraufgeführten Ballett ein weiteres, als eigenständig zu erachtendes Meisterwerk über die Unglücklichsten aller Liebenden geschaffen: Othello und Desdemona, die zunächst über alle Hürden des Altersunterschieds und… Weiterlesen…

Flirten mit Augenaufschlag statt mit Zwinkern Rollendebüt: Marian Walter vom Staatsballett Berlin tanzt erstmals den Matrosen in Alexei Ratmanskys „Namouna“. Eine Überlegung.

Die große Frage ist: Was kann ein Tänzer in einer Partie, die bei der Premiere passgenau besetzt war, besser machen? Genauer gefragt: Hat er überhaupt eine Chance, es genauso gut zu machen wie der originale Cast? Alexei Ratmansky studierte im… Weiterlesen…

Das witzige Chaos als Beginn des erotischen Seins Wie ein spritziger Weltenknall: der furiose zweiteilige Abend „Ratmansky / Welch“ mit dem Berliner Staatsballett

Viele junge Damen buhlen um einen jungen Herrn

Chaos und Ordnung, Ordnung und Chaos: Ballett ist eine Insel der Ordnung in einer chaotischen Welt. Oder ist es umgekehrt? Ist Ballett wohltuendes Chaos in einer scheinbar ordentlichen Welt? Sieht man den nach seinen Choreographen benannten Abend „Ratmansky / Welch“… Weiterlesen…

Sex zu zweit, zu dritt, in der Gruppe, mit der Gruppe… Das Béjart Ballet Lausanne gastierte mit erfrischendem Elan im Berliner Tempodrom

Seit letzten Freitag füllte sich das Berliner Tempodrom für drei Abende mit einem Publikum, das an sich schon Besichtigungswert hatte: Es verströmte so ein erfreuliches 70er-Jahre-Flair. Das betraf nicht nur die Älteren. Auch die jungen Leute, die gekommen waren, um… Weiterlesen…

Mit dem Herzen spielen, nicht mit den Fingern Elizabeth Cooper, Pianistin, spielt seit der Uraufführung in jeder Vorstellung von „Tod in Venedig“ live auf der Bühne: jetzt zum 78. Mal

Wie sie es sagt, ist es eine Lobrede auf die Musik, mit einer zarten Melodie und tänzelnden Rhythmen darin: „Ich spiele mit dem Herzen, nicht mit den Fingern.“ Elizabeth Cooper, gebürtige Pariserin irischer Abstammung, ist Pianistin, Komponistin, Dirigentin. Eine der… Weiterlesen…

Weiße Furien und schwarze Magie: Wahrheiten über Romantizismen John Neumeiers 206. "Ballett-Werkstatt" widmete sich der klassisch-romantischen und der modernisierten "Giselle". Ein Essay.

Die weißen, geisterhaften Frauen, die "Wilis" in "Giselle", sind in Hamburg eher Hexen.

Vorsicht, dieser Aufsatz enthält ein Stück Ballettdramaturgie! Zunächst wird die 206. „Ballett-Werkstatt“ in Hamburg reflektiert, die dem Ballett „Giselle“ gewidmet war. Dann wird der spirituell interessante zweite Akt dieses Balletts ins Visier genommen. Dabei werden verschiedene moderne Interpretationen mit der… Weiterlesen…