Der Denker im Ballett Immer eine Nasenlänge voraus: Ralf Dörnen kreiert mit dem BallettVorpommern „Weihnachten – Das Ballett“. Ein Portrait und Probenbericht

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

„Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern: Noch wird geprobt, aber am 17. November 2018 ist die Uraufführung in Greifswald, und am 6. Dezember 2018 gibt es eine zweite Premiere in Stralsund. Hier tanzt Isabella Heymann ihr Solo als gutherziger Engel – unbedingt sehenswert! Probenfoto: Gisela Sonnenburg

Wenn er im Supermarkt in der Schlange zur Kasse steht, hört er manchmal hinter sich ein Raunen. „Der neue Dörnen kommt ja jetzt im November raus“, war kürzlich zu vernehmen. Ein bisschen schmeichelt so etwas, aber es erzeugt auch Leistungsdruck. Nach über 20 Jahren als Ballettdirektor vom BallettVorpommern ist Ralf Dörnen eine lokale Prominenz, und darüber hinaus hat er sich in der Welt des Tanzes einen ganz hervorragenden Namen gemacht. Von Greifswald aus, der Universitäts- und Hansestadt zwischen den Inseln Rügen und Usedom, sowie mit einer weiteren Spielstätte in Stralsund, das ebenfalls zur Hanse gehört, beseelt Dörnen mit einem guten Riecher für Trends und Themen sowie mit einer ausgeprägt ästhetischen, dabei expressiven und handlungsfreudigen choreografischen Handschrift. Das neue Stück, von dem man schon im Supermarkt spricht, heißt zwar schlicht und mit fast ironischem Understatement „Weihnachten – Das Ballett“. Aber es hat viel in sich, das einen überrascht und beglückt – und von dem so manches Publikum in anderen Städten nur träumen kann. Dörnen erweist sich – das ergaben die Beobachtungen bei den Proben – mal wieder als Denker und Vordenker im Ballett, der mit sinnfälliger Fantasie und hoher choreografischer Kompetenz aktuelle Hoffnungen und Ängste der Menschen in einem zeitlosen Rahmen zu vereinen weiß. Am 17. November 2018 steht die Uraufführung auf dem Plan, in Greifswald.

Poesie, Temperament, Nostalgie, Sehnsucht, Lebenslust, Traditionen, aber auch die Verschachtelung von grundlegenden Emotionen mit soziokulturellen Metaphern – all das verquirlt Ralf Dörnen zu einer zauberhaften Collage, die weder dem Kitsch noch dem Kommerz frönt, sondern als eigenständiges Kunstwerk die Lust auf Weihnachten zu wecken weiß.

Das neue Werk wird von daher ein Meisterstück – wer Dörnens Arbeit kennt, ist davon nicht nur überrascht.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Leidenschaft und Fürsorge: Emily Ward und Thomas Hockey vom BallettVorpommern proben als Maria und als Engel der Verkündigung für „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern. Foto: Gisela Sonnenburg

Die Bühnenprobe beginnt an einem Donnerstag um 11.30 Uhr, und das schnuckelige, sehr gepflegte kleine Theater in Greifswald scheint voller Erwartungsglück. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre hier: warme Farben umschmeicheln den Blick, und niemand drängelt, ist nervös oder gar schlecht gelaunt.

Aber jeder weiß, was zu tun ist!

Der Korrepetitor Peter Hammer, ein gebürtiger Parchimer – Parchim liegt nicht weit von Greifswald auf der Luftlinie Richtung Hamburg – ist ein Musiker mit viel Erfahrung im Theater und Ballett. Morgens begleitet er das tägliche Training der Tänzer, später bedient er die musikalische Technik. Jetzt steht er vorn rechts an der Rampe und fummelt an den Knöpfen, um die Musik zum Spielen zu bringen.

Es geht um Musiken und Stimmungen, vom barocken Johann Sebastian Bach bis zur Discoröhre Goria Gaynor, und sowohl Rock, Pop und Minimal Music als auch edelmütige Klassik – etwa das kaum bekannte, hier zu entdeckende „Weihnachtsoratorium“ von Camille Saint-Saens – bilden ein Konglomerat aus Klängen, die Einiges an Action und Szenendramatik begleiten werden.

Vierzehn Tänzerinnen und Tänzer sind beteiligt, gefühlt sind es aber mindestens doppelt so viele – was an den sehr geschickt gestellten Gruppenszenen liegt.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Engel allüberall – und doch entwickeln sie menschliche Gefühle! So zu erleben in „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern. Probenfoto: Gisela Sonnenburg

Wenn Dörnen sein BallettVorpommern in Dreiertrupps über die Tanzfläche jagt, sie sich graziös und linientreu wie in einem Stück von Balanchine hin- und herschieben lässt oder diagonal in einer Reihe von hinten rechts nach vorn links aufstellen lässt, dann hat man den Eindruck, mindestens dreißig Paar Beine ganz geordnet und akkurat springen und laufen zu sehen.

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Dabei ist jede Tänzerin, ist jeder Tänzer hier ein Typ, ein Charakter, ein Individuum, schon von den Figuren her sind sie leicht voneinander zu unterscheiden, aber auch Gesichter und Bewegungsstil bieten alles andere als eine scheinbare Klonerie.

Es sind Menschen! Künstler! In Bewegung! Mit jeweils eigenem Flair!

Was heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist, gehört hier zum Credo der Ballettführung: Die einzelnen Ensemblemitglieder stärken die Gruppe mit Charakteristik.

In „Weihnachten – Das Ballett“ gibt es viele Rollen und Parts, in denen sich die temperamentvollen Künstler ausleben können. Biblisches ist auf ein verständliches, psychologisches Niveau gehievt, während Alltagsszenerien zu artifiziellen Raumsituationen werden.

Spannend!

Aber auch die hehre Klassik verführt auf hohem Niveau! „Der größte Schwanensee der Welt“ lockt mit 48 Schwanentänzerinnen vom Shanghai Ballett und Stars wie Lauren Cuthbertson und Vadim Muntagirov aus London in den Hauptrollen ins Theater am Potsdamer Platz nach Berlin: Derek Deane, der britische Starchoreograf, schuf hiermit eine legendäre Neuinszenierung des bekannten Ballettmärchens nach Petipa und Iwanow, natürlich zur Musik von Peter I. Tschaikowsky. Nur vom 1. Dezember bis zum 16. Dezember 2018 in Berlin! Nicht verpassen! Infos gibt es hier – und zu den Tickets geht es hier! Foto: Stardust Theatre / Anzeige

Die Szenen werden in anderer Reihenfolge geprobt, als sie später im fertig zusammen gesetzten Ballettabend zu sehen sein werden. Kein Problem für mich: Das hat den Vorteil, dass jede einzelne Szene beim Probenbesuch noch mehr Gewicht erhält, weil sie nicht auf ihren Kontext angewiesen ist.

Es beginnt. Das sanft gesungene Advents- und Wallfahrtslied „Maria durch ein Dornwald ging“ erschallt.

Es gibt zwei Personen auf der Bühne, die hier wichtig: Maria und der Engel der Verkündigung. Der blonde, hoch gewachsene Thomas Hockey hat ein engelisch schönes Gesicht, und er stammt übrigens wirklich aus Großbritannien.

Auch Emily Ward, die die Maria tanzt, ist gebürtige Engländerin, hat aber eine Vita mit Engagements bis nach Estland.

Seit dieser Saison ist sie fest bei Ralf Dörnen, und ihr nicht unbedingt ballett-typischer, geradliniger, sich umso schöner mit der Klassik vereinender Körper erzählt von den Lüsten und Sehnsüchten, aber auch vom Schicksalhaften dieser rätselhaften Maria. Ihre Soli mit weit ausholenden Bewegungen und doch zarter Gestik sind hinreißend und durchziehen „Weihnachten – Das Ballett“ wie ein roter Faden.

Ralf Dörnen fand einen Bewegungsausdruck für diese heilige Jungfrau, der sie ganz nah heranholt zum heutigen Publikum.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Ein Paar, das durchhält und seine Krisen meistert: Maria und Joseph alias Emily Word und Armen Khachatryan in Ralf Dörnens „Weihnachten – Das Ballett“ beim BallettVorpommern. Foto von der Probe: Gisela Sonnenburg

Sie fasst sich auf den Unterleib, sie schaut verträumt empor – und dabei bewahrt sie die Haltung, wenn sie im Plié auf den Zehenspitzen steht, und zwar auf einem Bein: um das andere elegant vorn empor in der Attitude zu halten und sich solchermaßen von ihrem Tanzpartner drehen zu lassen.

Man hat Dörnen manchmal vorgeworfen, er sei von John Neumeier geprägt. Als sei das verachtenswert! Das Gegenteil ist der Fall: Es wäre ja schlimm, wenn gerade Dörnen nicht von Neumeier geprägt worden wäre.

Mehr als zehn Jahre war er Tänzer – auch Solist – beim großen Deutsch-Amerikaner Neumeier an der Hamburgischen Staatsoper, kreierte dort ausdrucksstarke, vitale Rollen wie den „wilden Krieger“ in Neumeiers „Othello“. Noch heute erinnern sich viele im Hamburger Publikum an die tänzerische Leistung Dörnens; noch heute orientieren sich auch die jungen Ballerinos dort an dem, was Dörnen in dieser Partie einst vorgemacht hat: mit großen Sprüngen aus der im Ballett so genannten zweiten Position zu beeindrucken sowie mit urtümlichem Rennen durch die Szenen das unterdrückte Alter ego der Titelfigur zu verkörpern.

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Ein eigener „Othello“ steht für Dörnen noch an und ist bereits in Planung. „Das wird dann aber ganz anders als damals in Hamburg“, sagt er. Mehr als sechzig Ballette hat er bereits choreografiert, mehr als die Hälfte davon abendfüllend. Das ist allerhand, zumal Dörnen nur einen kleinen Stab an Mitarbeitern hat und zudem eben nicht vorgefertigte Stoffe einfach Eins zu Eins abkupfert, sondern bei der Behandlung literarischer oder filmischer Themen jeweils eigene Akzente setzt und sie mit großer Kreativität in das Medium Ballett umsetzt.

Das Ballett „Rebeccas Schatten“, das 2017 premierte, ist hierfür ein schönes Beispiel.

Bei einer Probe des Stücks, das am 28. Dezember 2018 noch einmal zu sehen sein wird, zeigt sich, wie feinsinnig hier die psychologische Ebene eines bekannten Stoffs im Tanz herauskristallisiert ist.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Jemina Bowring tanzt Rebecca in „Rebeccas Schatten“ von Ralf Dörnen – hier auf der Probe, bei der die rätselhafte Macht der Weiblichkeit von Rebecca bereits fasziniert. Bühnenprobenfoto: Gisela Sonnenburg

Das Ballett wurde angeregt von dem Filmklassiker „Rebecca“ von Alfred Hitchcock, der wiederum auf dem gleichnamigen Roman von Daphne du Maurier beruht. Statt nun alles mit tänzerischen Mitteln nachzuerzählen, entwickelte Dörnen ein Libretto, das eher an die Ballettgeschichte anknüpft als an die des Films.

Denn ähnlich wie „Giselle“ und andere traditionelle Stücke ist „Rebeccas Schatten“ ein Zweiakter mit betont gegensätzlichen Hälften.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Jemina Bowring und Stefano Fossat bei der Probe zu „Rebeccas Schatten“ – wird es einen Ausweg aus der Situation geben? Er versucht, sie zu fassen, aber sie ist ein Geist… Ralf Dörnens Ballett macht neugierig. Foto: Gisela Sonnenburg

Im ersten Teil folgt Dörnen dem bekannten Handlungsfaden und lässt eine junge Frau einen Witwer kennen und lieben lernen, wobei sich der Schatten von dessen Verblichener namens Rebecca stetig einmischt und keine Ruhe geben will. Ein elegantes, hochherrschaftliches Ambiente steht im Widerspruch zu den Gefühlen der Unterlegenheit, die von der frisch Verheirateten erlebt werden müssen. Die Intrigen der Haushälterin führen dazu, dass sie für einen Maskenball dasselbe Kostüm wählt wie ihre Vorgängerin – ohne zu wissen, was sie damit in ihrem Gatten auslöst. Ihr neues Leben, ihre Ehe, scheint an der Macht von Rebecca zu scheitern. Soweit der erste Akt.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Emilia Lakic, Stefano Fossat und Jemina Bowring proben „Rebeccas Schatten“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern – wieder zu sehen am 28. Dezember 2018. Foto: Gisela Sonnenburg

Im zweiten dann sind die formalen Handlungsstränge aufgehoben. Dörnen löst sich von der filmischen Vorlage, verzichtet auf Verhör- und Gerichtsszenen und entwirft ein Psychogramm-Panorama, das die inneren Vorgänge der im ersten Akt eingeführten Personen illustriert. Dabei geht es um ihre Beziehungen untereinander ebenso wie um das Kaleidoskop von Hierarchien, die entgegen der festgelegten äußeren sozialen Rangordnung entstanden sind.

Durch solche – wohlgemerkt sinnvollen, niemals willkürlichen – dramaturgischen Kunstgriffe schafft Dörnen es, Traditionen und Novitäten zu verschmelzen und einzigartige Kunstwerke zu erschaffen.

Auch „Weihnachten – Das Ballett“ lebt von der sozialen und psychologischen Inbezugnahme von Innen- und Außenwelten.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Miguel Rodriguez feiert mit „Oh Tannenbaum“ auf kubanisch – oha, und dann passiert was… So zu sehen in „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern. Foto von der Probe: Gisela Sonnenburg

Da gibt es eine Szene, in der ein flippiger junger Mann, der offenbar aus einem anderen Kulturkreis nach Deutschland kam, mit einer exotisch-kubanischen Schrammelversion des Weihnachtslieds „Oh Tannenbaum“ sein einsames tänzerisches, feierselig beschwipstes Vergnügen hat. Bis die solchermaßen von ihm beschworenen Tannenbäume wirklich anrollen – und ihn einkreisen und umzingeln und ihm wirklich bedrohlich erscheinen, sodass er sich gerade noch durch die Flucht nach vorn retten kann. Deutscher Weihnachtsterror auf humoristisch!

Die Nummer ist eine der vielen Petitessen, aus denen der Dörnen’sche Weihnachtsreigen besteht. Getanzt wird er von Miguel Rodriguez, der beim Kubanischen Nationalballett ausgebildet wurde.

In einer anderen Szene liegt er als amorhafter Engel keck am Boden auf dem Bauch, das Gesicht dem Publikum zugewandt – und schafft es, mit rollenden Augen und einem schalkhaften Lächeln auf den Lippen wirklich nachgerade himmlischen Esprit zu versprühen.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Die himmlische Heerschar auf der Probe zu „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern. Halleluja! Foto: Gisela Sonnenburg

Miguel hat jene spritzige Lust am Tanzen und Darstellen, die für einen Künstler und Choreogafen wie Dörnen anregend ist. Kunst kommt von Können, aber auch von Kreativität. Und eben nicht von Gymnastik. Was nützen schon hohe Beine, also bis ans Ohr hochgeworfene gestreckte Füße, wenn es mehr nach Sport und nicht nach Kunst aussieht?

„I hate Sport“ steht denn auch auf einem T-Shirt der Vorpommern-Ballerina Isabella Heymann, die seit zwei Jahren bei Ralf Dörnen tanzt. Sie – in Wiesbaden geboren, in Sidney aufgewachsen und bei Birgit Keil in Mannheim zur Profi-Tänzerin examiniert – hat nicht nur ein Engelsgesicht.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Isabella Heymann hat ein Solo als Engel, anmutig auf der Stelle fliegend, also tanzend – mit wunderschön schlängelnden Ports de bras. So zu sehen in „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern. Probenfoto: Gisela Sonnenburg

Für sie kreierte Dörnen auch ein erhebend-lyrisches, dennoch modernes Solo als Engel, das auch deshalb interessant ist, weil darauf verzichtet wird, die Tänzerin kreuz und quer über die Bühne zu schicken: Isabella fliegt sozusagen auf der Stelle, wenn sie lasziv die Arme schlängelt und wie eine Eintänzerin fernab der Gruppe vorn links an der Rampe brilliert.

Aber wie kommen überhaupt die Engel ins Ballett?

Um 13.15 Uhr schüttete der Ballettdirektor höchstselbst eine große blaue Tüte eines schwedischen Möbelkonzerns aus; darin befanden sich weiße Engelsflügel, soviele, wie es Tänzer beim BallettVorpommern gibt.

„Your wings!“ Holt euch also eure Flügel, liebe Tänzer! Aber Flügel haben sie sowieso schon, die Ballerinen und Ballerinos von Ralf Dörnen, die scheinbar mühelos von einer Rolle in die andere schlüpfen und sich dabei nicht der Rolle unterordnen, sondern sich diese aneignen, um auch die eigene Persönlichkeit ins Spiel miteinzubringen.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Das BallettVorpommern probt für „Weihnachten – Das Ballett“ – mit Lust und Hingabe, denn das neue Meisterstück von Ralf Dörnen soll viel mehr als nur Unterhaltung sein. Foto von der Bühnenprobe: Gisela Sonnenburg

Ich glaube, darum wirkt diese kleine Truppe so mächtig, so authentisch, so überzeugend. Dörnen verleiht Flügel, seinen Tänzern wie auch seinen Zuschauern, metaphorisch gesprochen.

In der Mitte des zweiten Teils vom „Weihnachten“-Ballett werden die vierzehn Tanzkünstler also mit angeschnallten Flügeln auf den schönen Rücken zu himmlischen Engeln – ein ballet blanc der etwas anderen Art.

Und wie poetisch sie dann zurück auf die Bühne kommen! In Zeitlupe und wie gegen den Wind stapft die Engelsschar vorwärts, von links nach rechts überqueren sie die Bühne wie ein weites Feld oder ein Nebelmeer, und die Musik dazu ist ein gelungener Kunstkniff für sich: Man hört die „Tubular Bells“ von Mike Oldfield, also jenen Minimal-Music-Pop-Knüller, der in den 70er Jahren auf Flokkati-Teppichen ebenso wie in Konzertsälen für Furore sorgte.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Stefano Fossat als Engel der „Tubular Bells“ auf der Probe zu „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen: mit beschwörend poetischer Gestik. Foto: Gisela Sonnenburg

Jetzt schwebt dieser synthetisch klirrende Sound wie ein klanggewordenes Wolkenbild über den Engeln auf der Bühne – und diese zeigen, wie sich langsam, aber sicher eine Menschwerdung der himmlischen Wesen ereignet.

„Show movement and meditation!“ Zeigt Bewegung und Meditation! Die Anweisungen des Ballettchefs – die Arbeitssprache ist natürlich zumeist Englisch, wie im internationalen Tanz üblich – werden flugs umgesetzt.

Als Zuschauer badet man regelrecht in einem Meer aus sehr geschickt auf der Bühne verteilten Engelseinheiten, die sich mit Anmut ganz langsam vorwärts bewegen, in sich versunken und mit sich selbst beschäftigt wie fleißige Bienen.

Plötzlich taucht am Bühnengrund ein weiteres Wesen auf: Jemina Bowring, die Südafrikanerin, die vor einigen Jahren beim Bundesjugendballett in Hamburg stets positiv auffiel. Sie stakst jetzt langsam nach vorne, aber was hat sie nur: einen verweinten Blick und keine Arme, weil ihr diese scheinbar auf dem Rücken gefesselt sind.

Wird dieser Engel niemals fliegen?

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Engel bei der Probe: Links der Solo-Engel Isabella Heymann, mittig Jemina Bowring als Engel mit Handicap, dann das Ensemble vom BallettVorpommern, das mit Grazie und Eleganz recht ungewöhnliche Himmelswesen tanzt. In der Choreografie von Ralf Dörnens „Weihnachten – Das Ballett“, rund zwei Wochen vor der Uraufführung. Probenfoto: Gisela Sonnenburg

Doch, auch dieses Mädchen darf sich bald freuen, findet es im lyrischen Solo-Engel Isabella doch eine hilfreiche Freundin, mit der es seinen weiteren Weg gehen wird. Das ist rührend gemacht, und doch so realistisch – ja, diese Kunst hilft gegen die Enge der Herzen.

Die anderen Tänzer verwandeln sich derweil in individuelle Wesen mit nachgerade menschlicher Temperatur. Man könnte sagen: Diese Engel sind gelandet, und sie nehmen menschliche Gestalt und menschliche Charaktere an, um Weihnachten nicht nur dem Big Business zu überlassen.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Kichernde Engel, die jetzt wissen, was das Menschsein auszeichnet – so zu sehen in Ralf Dörnens „Weihnachten – Das Ballett“ mit dem BallettVorpommern. Nicht verpassen! Foto von der Bühnenprobe: Gisela Sonnenburg

Schließlich stehen die Mädchen kichernd an der Rampe, giggeln, freuen sich, teilen das dem Publikum direkt mit – und ein Flattern scheint den Bühnensaal zu durchpflügen, so engelhaft zart und doch powerful wirken die Ballerinen auch in diesen Momenten.

Dabei findet man hier gerade nicht die für den Erfolg verordnete Magersucht. Brüllte der Wahl-New Yorker George Balanchine noch – ganz befangen im Twiggy-Wahn seiner Zeit – „I want to see bones!“ („Ich will Knochen sehen!“), hat das BallettVorpommern Platz für Frauen und Männer, die auch ohne Kostüm als solche erkennbar sind.

Natürlich sind die Körperkünstler schlank und höchst ansehnlich. Aber das Diktat zur „skinniness“ und zu einförmigen Proportionen fehlt sichtlich: die Abwechslung und die Vielfalt sind das, was hier die Schönheitsskala ausmacht.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Keine Tänzerin mit Magerkeitsyndrom, aber von großer Schönheit und ausdrucksvollem Ebenmaß: Emily Ward als Maria, gehalten von Armen Khachatyran in „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen auf der Probe. Foto: Gisela Sonnenburg

Und auch das Dogma absoluter Jugend im Ballett wird von Dörnen durchbrochen. Einige seiner Künstler sind deutlich älter als das Durchschnittsalter der großen Compagnien. Das Publikum profitiert davon, denn jenseits der nackten Technik können sich Tänzer mit Erfahrung – die die Schallmauer der dreißig Lebensjahre überflogen haben – oft besser körperlich ausdrücken als blutjunge Anfänger.

Dennoch muss bei der Bühnenprobe zwei Wochen vor der Premiere auch noch Manches korrigiert werden. Dörnen erklärt dabei gern mit vollem Einsatz, was er meint. Konzentriert tanzt er vor, bezeichnet die Strecken im Bühnenraum, die Landepunkte nach Sprüngen. Und: den jeweils zu treffenden Ausdruck!

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Der Engel probt die schlängelnden Ports de bras: Isabella Heymann ist meditativ in den Tanz versunken. Fürs neue Stück „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern. Foto: Gisela Sonnenburg

„Wir haben noch eine halbe Stunde Zeit.“ Diese Ansage kommt vom Ballettmeister Adonai Luna. Eifrig wuselt der gebürtige Mexikaner, der an der Staatlichen Ballettschule Berlin ausgebildet wurde und unter anderem bei Dörnen im BallettVorpommern tanzte, aber auch als Choreograf gearbeitet hat, zwischen Bühne und Regiepult im Parkett hin und her. Er ist seit dieser Spielzeit auch stellvertretender Ballettdirektor, und die Loyalität zu seinem Chef Dörnen sieht man in jeder seiner Bewegungen. In seinen Unterlagen notiert Luna zudem jede Veränderung an der Choreografie von „Weihnachten – Das Ballett“.

Für eine kurze Besprechung versammeln sich alle auf der Bühne, scharen sich um Dörnen und scheinen sich mit kurzen Sätzen rasch auszutauschen. Dann geht jeder auf seine Position, und Dörnen beginnt mit der Korrekturarbeit.

„You have to count from four to eight“, ihr müsst von vier bis acht mitzählen, ermahnt er seine Schützlinge, die sich gern auf ein optisches Signal verlassen würden, aber das wäre nicht so sicher, als wenn sie auf die Musik hören. Also wird gezählt, um den richtigen Moment für den Einsatz zu finden – na bitte, geht doch!

Dem Engel der Verkündigung, Thomas Hockey, macht Dörnen vor, um was es geht: „You take the whole world!“, du umarmst die ganze Welt, denn wenn der Engel während eines Solos mit ausgebreiteten Armen nach vorne kommt, muss er Selbstvertrauen und Zuversicht ausstrahlen.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Maria (Emily Word), der Engel (Thomas Hockey) und Joseph (Armen Khachatryan) tanzen auf der Bühnenprobe in Greifswald „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen: ein emotional aufgeladenes Stück mit feinfühligen Pas de trois. Foto: Gisela Sonnenburg

Maria und Joseph hingegen – Joseph wird von Armen Khachatryan aus Armenien getanzt, er reifte in der Heinz-Bosl-Stiftung in München zum Ballerino – müssen noch manche Detailfragen klären. Während Dörnen mit ihnen in die Intensivprobe geht, bilden sich weitere Grüppchen auf der Bühne: Alle arbeiten miteinander oder zeigen ihren Tanzpartnern, wo es noch an etwas hapert.

Es wird zügig, aber nicht eilig gearbeitet; Sorgfalt ist die Mutter der Qualität, auch im Ballett.

Schließlich muss eine Gruppe von Jungs ihre vorwärtsgerichteten Synchron-Sprünge für den Chef wiederholen. Und der ist gar nicht zufrieden, obwohl sie so synchron sind wie gewünscht. Aber: „You have to stay in the air!“, sie sollen in der Luft sozusagen stehen bleiben, „it’s called ‚ballon’!“, das nennt man, auf französich, „Ballon“: Wenn man den Podex im Sprung ein bisschen anhebt, entsteht dieser beim Publikum so beliebte Eindruck.

Es ist schön zu sehen, wie die Tänzerinnen und Tänzer die Verbesserungen aufgreifen und aus ihnen lernen, um den originellen Bewegungen, die sie hier vollführen, noch mehr Sinn und Schönheit zu verleihen. Und da ist er, der Ballon in synchroner Ausführung!

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Choreograf Ralf Dörnen (links) gibt Korrekturen: rechts Armen Khachatyran, der den Joseph in „Weihnachten – Das Ballett“ beim BallettVorpommern tanzt. Foto von der Bühnenprobe in Greifswald: Gisela Sonnenburg

Dabei gibt es in „Weihnachten – Das Ballett“ längst nicht nur technische Raffinessen. Ein weiteres Ballet blanc – nämlich der Tschaikowsky’sche Schneeflocken-Tanz – erfordert Sicherheit im Umgang mit einem raumgreifenden Kostüm (einer Steigerung des Tutus zur Riesenflocke), während ein laszives Gloria-Gaynor-Solo („Bring me a man!“) echt  heiße Revue-Erotik in die Show trägt.

Dörnens Frauen- und Menschenbild hat für viele Raum: für den Weihnachts-Vamp mit Pailletten-Glamour ebenso wie für die hehre und dennoch schlichte Marienfigur. Für den Engel der Verkündigung als Helfershelfer für Maria ebenso wie für einen fast eifersüchtigen Joseph.

Die Pas de trois zwischen Joseph, dem Engel und Maria zeigen zudem ein unerschütterliches Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen.

Und die frohlockenden Sprünge und Posen des Ensembles beglücken mit ihrem Elan, als wäre Weihnachten ein ganz persönlicher Anlass zur Freude! Es ist wirklich nicht falsch, wenn Dörnen dann auch mal John Neumeiers „Weihnachtsoratorium“ zitiert und den berühmten Freudensprung daraus für seine Ballettzwecke wandelt. Neumeier hat es mit choreografischen Details von Frederick Ashton, Kenneth MacMillan, Antony Tudor und George Balanchine nicht anders gemacht; jeder Choreograf kommt aus einer bestimmten traditionellen Richtung, die zu verschweigen irrsinnig wäre.

Denn es ist schön zu sehen, woher jemand kommt!

Das gilt in künstlerischer Hinsicht, aber auch in kultureller.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Armen Khachatyran zeigt Stärke: als Joseph ohne Rauschebart in „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen beim BallettVorpommern. Probenfoto: Gisela Sonnenburg

Für Dörnen, der 1960 im tief im Westen der Republik liegenden Leverkusen geboren wurde, war der Tanz von Anfang an Berufung auch zum Schöpferischen und – jawohl – auch zu der gedanklichen Beschäftigung mit dieser Welt. Er ist kein von Kindesbeinen an gedrilltes Wunderwesen an Gelenkigkeit gewesen, hatte dafür aber früh eine deutliche persönliche Präsenz zu bieten.

Erst nach dem Abitur kam er, wie übrigens viele bedeutende Choreografen, relativ spät in die professionelle Ausbildung: an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Nach seinen Jahren als Tänzer bei Neumeier schloss sich eine Assistenz bei dem schwedischen Tanzmacher Mats Ek an sowie eine längere Zeitspanne als freiberuflicher Choreograf.

Das waren Lehrjahre der besonderen Art, in Deutschland, Portugal, Griechenland, auch dem afrikanischen Senegal. 1997 schnappte ihn sich das Theater Vorpommern als Ballettdirektor und Chefchoreografen. Wie zum Dank kreierte Dörnen zur Expo 2000 in Hannover das Stück „Ich spinne mich in meine Puppe ein…“ über die in Greifswald geborene romantische Maler-Ikone Caspar David Friedrich.

Außerdem gastierte Dörnen seither als Tanzschöpfer in München, Nürnberg, Essen, Dresden und Brno bei den Ballettcompagnien – Ralf Dörnen wurde ein kulturelles Aushängeschild für Greifswald, das ihn 2005 denn auch mit der Rubenow-Medaille ehrte.

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2016 erhielt er sogar den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern: für Ballettleute ist es in Deutschland immer noch nicht selbstverständlich, von ihren Dienstherren solchermaßen geliebt zu werden.

Ebenfalls ist es selten, dass jemand, der in der Provinz so viel Erfolg hat und vor allem auch so viel kann, in kreativer Hinsicht wie im Führungskontext, nicht nach größeren Metropolen schielt. Aber Dörnen weiß, was er an Vorpommern hat – und Vorpommern erwidert diese Neigung.

In Greifswald und Stralsund kann man dadurch etwas erleben, das an sich ein fester Bestandteil unserer Kultur sein sollte: Das BallettVorpommern durfte und darf sich langfristig mit seinem Chef Dörnen entwickeln. Kurzfristige „Abschüsse“ von erfolgreichen Künstlern, wie es von Seiten der Politik an der Spitze vom Staatsballett Berlin immer wieder der Fall ist, wären in der behaglichen, wenig überkandidelten Sphäre von „Meck-Pom“ irgendwie nicht vorstellbar. Und:

Natürlich ergeben gewachsene Profile ein ganz anderes Bild als ständiger Richtungswechsel oder auch „Zwangsehen“ mit anderen Häusern!

Und nicht nur das kann man in Greifswald beim Ballett lernen.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Ballettdirektor Ralf Dörnen hegt und pflegt sein BallettVorpommern – und zeitigt eine sehr hohe künstlerische Qualität mit seinen Werken. Foto von der Probe in Greifswald: Gisela Sonnenburg

Ralf Dörnen gehört zu jenen Künstlern, die sowohl als Intellektuelle als auch als fachliche Kompetenzen wirken. Blindheit für gesellschaftliche Entwicklungen ist seine Sache nicht. Im Gespräch ist er locker, aber präzise – und man merkt, dass er das Herz zwar nicht auf der Zunge trägt, seine Sache aber mit Leidenschaft verficht.

„Kunst öffnet den Kopf“, das ist eines meiner Lieblingszitate von ihm.

Denn es geht ja auch in der gefühlslastigen Tanzwelt nicht nur um das Dahinschmelzen vor lauter Freude und Rührung. Verankert sein muss die kulturelle Glückserfahrung in sozialen Werten, die sich über bürokratische Vereinfachungen ebenso hinweg setzen wie über dumpfbackige Kleingeistigkeit.

Dörnen sieht jedenfalls einen Zusammenhang zwischen dem Aufkommen der Rechtsaußen-Anhänger und den Sparmaßnahmen im kulturellen Geschehen vieler Städte und Länder.

Soziales Engagement beweist er denn auch jedes Jahr mit einer Ballett-Benefiz-Gala, deren Erlös an eine wechselnde regionale Einrichtung geht. Die Verbindung vom Spaß an der Kultur und dem Schenken an Bedürftige ist beim Ballett Vorpommern keine Image-Politur, sondern tätige Hilfe. Am 24. November 2018, genau einen Monat vor Heiligabend, ist dazu im Greifswalder Theater wieder die Gelegenheit.

Bis dahin wird „Weihnachten – Das Ballett“ premiert sein, inklusive der vier munteren Weihnachtsmänner, die darin mit Einkaufswagen tanzen. Hat man sowas schon gesehen?

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Weihnachtsmänner mal ganz anders: Sie tanzen mit EInkaufswagen und machen aus dem Shoppen so richtig einen Spaß. „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen strotzt nur so vor guter Ideen! Foto: Gisela Sonnenburg

Und wenn Maria ihrem Schutzengel rückwärts in die Arme fällt, damit er sie hilfreich und ganz ohne ihr Zutun fortbewegt, dann muss man einfach darüber nachdenken, ob Liebe und Rückhalt nicht ohnehin das Wichtigste auf der Welt sind – nicht nur im familiären Kontext, sondern auch im ganz großen Zusammenhang.

Ralf Dörnen kreiert Weihnachten als Ballett

Noch ein Blick auf den Engel Isabella Heymann bei der Probe für „Weihnachten – Das Ballett“ von Ralf Dörnen. So lieblich! Foto von der Probe: Gisela Sonnenburg

„Im Ballett lernt man auch denken“, sagt Ralf Dörnen. Und hat damit nichts als Recht.
Gisela Sonnenburg

www.theater-vorpommern.de

 

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