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Gisela Sonnenburg, Gründerin und Macherin vom Ballett-Journal:

Gisela Sonnenburg macht das Ballett-JournalWarum es das Ballett-Journal gibt? Weil ich feststellte, dass der übliche „Häppchenjournalismus“ nicht ausreicht, um sich einer Kunst wie Ballett wirklich zu nähern. Ballett sollte in kulturellen und sozialen Kontexten gesehen werden, die manchmal einer dramaturgischen Recherche gleichkommen.

Ich habe mit fünf Jahren angefangen, Ballett zu tanzen, und ich habe später auch mit Profi-Tänzern trainiert (ganz schlecht war ich also nicht). Steppen, Jazzdance, Modern, Folklore, Afro kamen dazu. Aber das Schreiben war langfristig die größere Leidenschaft in mir. Schreiben heißt für mich einerseits, Wissen zu sammeln, zu hinterfragen, auszuwerten und weiterzugeben; andererseits geht es darum, ein sinnvolles Menschenbild zu vermitteln, um so mit dem Geschriebenen auch Kultur zu schaffen.

Als ich – das war eine praktische Ergänzung zu meinem Studium – ein Engagement am Theater als Regieassistentin und Schauspielerin hatte, war ich flugs nicht etwa Autorin, sondern schon wieder Tänzerin, mit einem immerhin selbst choreografierten Solo in der „Hexenjagd“ von Arthur Miller (Regie: Günther Felsenstein). Ich spielte außerdem eine Elfe in „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Dietrich Haugk, im progressiven, tanzaffinen grünen Leotard – und wurde doch von der großen Sehnsucht nach meinen Büchern zurück an die Universität getrieben.

Ballett blieb in meinem Leben der oberste Maßstab für die Harmonisierung von Körper, Geist und Seele. Neben dem Studium schrieb ich bereits für professionelle Medien, auch über Tanz und Ballett. Dass ich Klavier spielte, diente lediglich meinen musiktheoretischen Kenntnissen. Ich machte mein Examen an der FU Berlin zur Magistra Artium in den Fächern Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaften (inklusive einer Arbeit über die Ballets Russes) und Philosophie. In weiteren Fächern, wie Religionswissenschaften, Medizin, Kunstgeschichte und Betriebswirtschaft, war ich Gasthörerin gewesen. Das Thema meiner Magisterarbeit war übrigens „Januskopf Kritiker: Marcel Reich-Ranicki“.

Wissen und die Anwendung von Wissen faszinieren mich. Ich sehe auch Ballett als eine solche Ansammlung von lauter Wundern, von großen und kleinen, als Mischung von Romantik und ihrer Überwindung. Man könnte auch sagen: als Ergebnis einer sehr großen Menge von Wissen, Übung und Können – und keinesfalls als zufälliges Spiel mit Tradition und Historie. Gerade in den alten Handlungsballetten steckt oft viel mehr, als gemeinhin bekannt ist, weshalb sie sich hervorragend im Spannungsfeld der Moderne platzieren lassen.

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Wenn mir Leser schreiben (an info@ballett-journal.de), dass sie jetzt öfter ins Ballett gehen, weil sie es dank meiner Arbeit besser verstehen, dann ist das für mich eine Ehre, denn es entspricht genau meinem Ziel. Oder einem meiner Ziele. Denn meine Mission ist, dass Ballett als Kunstsparte in Deutschland viel mehr anerkannt werden muss, als es bisher der Fall ist. Alle reden vom zeitgenössischen oder „freien“ Tanz – ich aber glaube, mit wenigen Ausnahmen, ans Ballett, ans klassische wie an das moderne.

Ballett entstand vor etwa vierhundert Jahren auf verschiedenen Grundlagen. Nach meiner Forschung sind es Elemente aus vier Welten, die bei der Entwicklung des Balletts in Frankreich und anderen Ländern zusammen wuchsen: Höfischer Tanz, Volkstänze, Tier- und Pflanzenbeobachtungen sowie Übungen aus dem Qi Gong, welche französische Mönche von Fernreisen nach Asien als Gesundheitsmittel mitbrachten. Die Natürlichkeit dieser Grundlagen geht beim Hightech-Styling des heutigen Hochleistungssports Ballett fast verloren. Aber nur fast!

Nach vielen Jahren der Tätigkeit für verschiedene Medien – wie TANZ, Oper und Tanz, junge Welt, taz, WAZ, Du & Ich, Cosmopolitan, DONNA, Stuttgarter Zeitung, Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost, Die Welt, Frankfurter RundschauFreitag, Neues DeutschlandWochenpost, Weltwoche, Stern und ndr (Fernsehen) – und auch im Bereich der PR (im soziokulturellen Bereich)  finde ich es angebrachter denn je, die ballettösen Werte auch jenseits des Höher-schneller-weiter zu verbreiten und die Beschäftigung mit ihnen zu vertiefen.

In gewisser Weise versteht sich das Ballett-Journal darum auch als Gegenöffentlichkeit – hier wird sich nicht den offensichtlichen oder auch unterschwelligen Klischees, mit denen Ballett behaftet ist, gebeugt.

Ich möchte, dass Eltern ihre Vorurteile fallen lassen und ihre Kinder ins Ballett schicken. Gern auch ins Profi-Ballett! Ich möchte, dass Jungs sich nicht schämen müssen, wenn sie ihre hübschen Beine in Strumpfhosen zeigen. Und ich möchte, dass Mädchen lernen, dass Weiblichkeit mit Stärke und Souveränität vereinbar ist. All das lernt man im Ballett, ob man es aktiv oder passiv ausübt. Und all das ist für diese Gesellschaft auch in puncto Toleranz lebensnotwendiger als je zuvor.

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Ich hoffe auch, dass sich die Vielfalt menschlicher Schönheit im Ballett mehr und mehr wieder findet. Ich wünsche mir sogar, dass Ballett in die allgemeine Geschmacksbildung Eingang findet. So, wie man die Harmonien der klassischen Musik als „schön“ akzeptiert, sollte man auch die Grundlagen des klassischen Balletts als „schön“ empfinden lernen.

Es kann doch nicht sein, dass es zur Allgemeinbildung gehört zu wissen, wer Giuseppe Verdi, Richard Wagner und Karlheinz Stockhausen waren, dass aber die Namen von Marius Petipa, John Neumeier und Xin Peng Wang nur Eingeweihten ein Begriff sind.

Ich möchte, dass die Menschlichkeit, die in keiner anderen Kunst einen so hohen Grad erreichen kann – weil im Ballett der ganze Körper, die ganze Seele, der ganze Geist des Menschen das disziplinierte Ausdrucksinstrument bilden – als solche akzeptiert wird.

 

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Zum Beispiel ein Werbebanner mit Link zu Ihrer Site auf der Homesite in der rechten Spalte: ab 150 Euro netto pro Monat.

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Seit dem zweiten Halbjahr 2015 sind die Besucherzahlen beim Ballett-Journal stabil, Tendenz: steigend.

Insgesamt waren es, seit Oktober 2014, bereits über 300 000 Besucher auf dieser Site. Streuverluste gibt es bei der spezifischen Benennung dieses Portals „ballett-journal.de“ praktisch gar nicht: Die Zielgruppe ist fest umrissen.

Ballett-Journal

Diese aktuelle Statistik über das Leseraufkommen des Ballett-Journal vom 19.04.2017 stammt vom System WordPress und kann nicht manipuliert oder beeinflusst werden. Es sind die nackten Zahlen!

International wird das ballett-journal.de (Ballett-Journal) nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und in Russland, in Japan und Südafrika gelesen und zitiert.

Das Gros der Leserinnen und Leser entstammt aber den Metropolen nebst Umfeld, die hier den Schwerpunkt bilden: Hamburg, Berlin, Dortmund, Dresden, Stuttgart und München (von Nord nach Süd gelistet). Die Repertoire- und Programmpläne dieser „Top Six“ der deutschen Ballettcompagnien spiegeln sich denn auch in den Beiträgen im Ballett-Journal.

Die Buttons und Menüpunkte weiter oben sowie die Bilderlinks auf der rechten Seite helfen Ihnen jetzt weiter… Viel Spaß! Tauchen Sie ein in die wundersame Welt des Balletts und vergessen Sie in ihr Zeit und Raum. Und wenn Sie wieder auftauchen, sind Sie hoffentlich erquickt – und für das reale Leben draußen besser gerüstet als zuvor.

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Tel. 0177 – 28 38 94 0, info@ballett-journal.de

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John Neumeiers "Kameliendame"

Alban Lendorf und Ida Praetorius vom Königlichen Dänischen Ballett im „Weißen Pas de deux“ aus John Neumeiers „Kameliendame“: am ersten öffentlichen Abend der Malakhov Foundation 2014 in Berlin. Foto: Gisela Sonnenburg/Ballett-Journal