Digitale Souveränität – eine starke Innovation Für tadellose Einstudierungen: Die Hamburger Firma Intermediate Engineering entwickelt Software, damit Videos von Proben und Vorstellungen in hoher Qualität online verfügbar sind

Die DANCING CLOUD hilft Tanzkünstlern

Nicht ohne die DANCING CLOUD: Das Hamburg Ballett – hier Ida Praetorius und Louis Musin – probt „Die Kameliendame“ von John Neumeier. Videostill vom Trailer von Kiran West: Gisela Sonnenburg

Wenn beim Hamburg Ballett für „Die Kameliendame“ von John Neumeier geprobt wird, sind im Ballettsaal nicht nur Menschen anwesend. Auch die Technik – vor allem die Video- und Computertechnik – ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit geworden. Seit einigen Jahren arbeitet das berühmte Ensemble mit einer maßgeschneiderten Lösung, um die Videos von Proben und Vorstellungen, aber auch Archivmaterial digital unter einen Hut zu bringen – und es für jede und jeden, die und der es sehen sollen, verfügbar zu halten. Dafür nutzt das Hamburg Ballett die speziell konstruierte DANCING CLOUD („Tanzende Wolke“), die von einem hochprofessionell arbeitenden, zehnköpfigen Team entwickelt wurde. Dessen Grundlage ist die Software intermediaHUB, die für alle Tanzschaffenden eine Bereicherung darstellt. Training, Probe, Vorstellung: Alles kann gefilmt und systematisch, dazu in hoher Qualität, gespeichert und von vielen Personen abgerufen werden. Heiko Wandrey, Geschäftsführer der Intermediate Engineering GmbH in Hamburg, kann sicher sein, dass er damit für die gesamte Ballettbranche eine bedeutende Neuerung schuf.

Aktuell kann ein Standard-Abonnement mit intermediaHUB sogar zwei Monate lang als Test bezogen werden – kostenlos. Dabei findet eine ebenfalls kostenfreie, fachmännische IT-Begleitung statt, und natürlich kann das Software-Abo bei Nichtgefallen jederzeit gekündigt werden. Allerdings: Wer ein wenig mit Technik umgehen kann, wird diese Software lieben! Denn sie klingt nicht nur praktisch und gut zu handhaben, sie ist es auch. Darum gibt es auch aus dem In- und Ausland schon einige Anfragen bei der Intermediate Engineering GmbH.

Tatsächlich arbeiten heutzutage ja alle Tanzprofis mit ihren eigenen Videoaufnahmen. Sie werden aber zumeist von den relativ geringen Speicherkapazitäten ihrer Abspielgeräte wie Handy und Tablet in ihrem Schaffenswillen gebremst. Gemeinsam und auch in großen Gruppen mit Videos zu arbeiten, ist ohne passende Tools denn auch kaum möglich. Hier bildet die DANCING CLOUD beim Hamburg Ballett, die auf der Grundlage der Software intermediaHub entstand, nachgerade eine Wunscherfüllung: Die Videoplattform speichert die Aufnahmen in hoher Auflösung – und hält die perfekte Geste, den perfekten Lift, die schönste Drehung und den anmutigsten Sprung, etwa aus der „Kameliendame“, ebenso im Video fest wie zum Beispiel eine missratene Balance an einer schwierigen Stelle, an der noch dringend gearbeitet werden muss.

"Die Kameliendame" von John Neumeier

Im „Weißen Pas de deux“ in der „Kameliendame“ beschwören Marguerite und Armand ihr höchstes Liebesglück. Die DANCING CLOUD sprich intermediaHUB hilft beim Memorieren der Schritte und auch bei der Überprüfung von Stil und Linien. Foto vom Hamburg Ballett mit Edvin Revazov und Ida Praetorius: Kiran West

Soli, Pas de deux und Gruppentänze können über die Software intermediaHUB aus dem digitalen Raum heraus problemlos geteilt und sowohl auf Handys als auch auf großen Bildschirmen, etwa im Tanzstudio, beliebig oft abgespielt werden. Via Wischtechnik dabei in Zeitlupe zu gehen, mehrere Perspektiven gleichzeitig anzusehen, das Augenmerk auf die kleinsten Details einer Choreografie richten zu können – all das ist so in hervorragendem Maße möglich. Man kann daher, wie es auch das Fernsehen des ndr bereits tat, von einer „technischen Revolution“ im Ballettsaal sprechen.

Mit dem systematischen Speichern der Aufnahmen von Trainings, Proben und Aufführungen wird durch die Software intermediaHUB ein ganz neues Arbeiten im Ballett möglich. Bild: Annonce

Die Perfektion der Software kommt nicht von ungefähr. Jahrelang wurde das Produkt noch unter John Neumeier, damals langjähriger Intendant vom Hamburg Ballett, entwickelt und auf Tanz ausgerichtet. Tatkräftig half Frédéric Couson, Tonmeister im Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier, mit, um all die älteren Filmbestände und auch die neuen und ganz neuen Aufnahmen optisch wie akustisch aufzubereiten. Von ihm stammt sogar die Idee, die Sache mit den Tanzvideos generell zu professionalisieren.

Schließlich wurde das neuartige digitale Handwerk, nach ausgiebigen Testphasen, gebrauchsfertig – und bereits in den Corona-Jahren leistete es die ersten guten Dienste. Mittlerweile gehört die DANCING CLOUD beim Hamburg Ballett zum Arbeitsalltag. Ein Stück weit ist das auch ein Ankommen im 21. Jahrhundert.

Spielzeit 2025/26 Hamburg Ballett Staatsballett Berlin

Edvin Revazov vom Hamburg Ballett, hier mit Olga Esina beim Wiener Staatsballett, tanzte die männliche Hauptrolle in der „Kameliendame“ von John Neumeier schon international in vielen Städten als Stargast. Foto: Ashley Taylor

Edvin Revazov, Tänzer und Choreograf, bringt seine umfassende Erfahrung damit so auf den Punkt: „Es ist sehr nützlich, die DANCING CLOUD zu haben. Man kann sich Auftritte und Proben ansehen, sei es, um die Schritte zu lernen oder um sich selbst zu beobachten, was vielen Tänzern dabei hilft, sich zu verbessern.“

Die Videoplattform, so Revazov, werde allerdings nie die Kompetenz einer Ballettmeisterin oder eines Ballettmeisters, eines Trainers oder Gastcoachs  ersetzen. Und doch kann sie auch deren Arbeit erleichtern, denn gerade diese Berufsgruppen arbeiten regulär mit Videos, um Tänzerinnen und Tänzer zu trainieren und Choreografien mit ihnen einzustudieren.

Für Nadja Saidakova, Ballettmeisterin beim Staatsballett Berlin, ist es denn auch selbstverständlich, dass sie gern mal mit intermediaHub arbeiten würde: „Das scheint sehr interessant und vielversprechend zu sein. Man müsste sich die Zeit nehmen und herausfinden, wieviele Möglichkeiten in diesem Projekt stecken. Da ist viel Potenzial, denke ich.“

Onegin und Tatjana

Nadja Saidakova, die heute Ballettmeisterin beim Staatsballett Berlin ist, tanzte mit Mikhail Kaniskin in „Onegin“ von John Cranko. Mit intermediaHUB wäre vielleicht für das ganze Staatsballett manches einfacher gewesen bei der Einstudierung. Foto: Enrico Nawrath

Für tätige Choreografen ist diese neue Software sowieso eine Erbauung. Denn frisch kreierte Szenen können so auch in mehreren Variationen festgehalten und die Videos für die Vergleichbarkeit genutzt werden. Oder man entscheidet sich gleich und speichert ausdrücklich nur die letztlich gewünschte Schrittfolge: zur Vorbereitung auf die nachfolgenden Proben. So oder so: Der Weg zur bestmöglichen Aufführung wird spürbar leichter, wenn die hochkarätige Software Unterstützung gibt.

Corinna Coverly, Business Development Managerin bei der Intermediate Engineering GmbH, weist zudem auf die Möglichkeiten hin, mit intermediaHUB die entstandenen Probenvideos kontrollierbar zu machen und sie sozusagen vergesellschaften zu können. Da übt dann nicht mehr jeder mit dem herum, was er gerade selbst an Filmmaterial geschossen hat, sondern die Vorlagen sind aufeinander abgestimmt.

Es geht also um nichts weniger als um digitale Souveränität hinter den Kulissen.

Außerdem, so Heiko Wandrey: „Die Software intermediaHUB ist skalierbar“. Man kann also klein, mit nur wenigen Optionen – und zu einem geringen Preis pro Monat – damit anfangen. Manche Kunden machen das. Sie starten zum Beispiel mit nur fünf Benutzern. Dann aber kann man sich steigern, wenn man will – etwa, weil man mehr und mehr Personen sprich Künstlerinnen und Künstler in die Arbeit mit einbinden möchte. Wandrey: „Da sind Entwicklungsreisen möglich.“

Die DANCING CLOUD hilft im Ballett

Der ndr weiß es auch schon: John Neumeier arbeitet im nach ihm benannten Hamburger Ballettzentrum direkt selbst an den Bildschirmen, und zwar mit der Software intermediaHUB von Intermediate Engineering. Videostill vom Hamburg-Journal / ndr: Gisela Sonnenburg

Die Bezahlung der Plattform erfolgt wie bei einem Abonnement monatlich. Förderungen können unabhängig vom normalen Budget erfolgen, denn IT hat heutzutage oftmals Extra-Töpfe. Von der Hardware ist das Software-Produkt dabei unabhängig. Wichtig ist aber die Möglichkeit, über eine gelenkte Freigabe die Videos (nur) jenen Menschen zugänglich zu machen, die sie für ihre Arbeit nutzen sollen.

Vorhandene DVDs, etwa auch mit Kapitelmarkern, um einzelne Szenen gezielt im Vorlauf zu finden, werden für die Verwendung mit intermediaHUB digitalisiert und können problemlos ins Probengeschehen eingebunden werden. So können ganze Archive für die intensive Arbeit damit ins Internet übertragen werden, ohne dass Personen, die dafür nicht legitimiert sind, sie ansehen können.

Eine Testphase sollte sich jede Company, vielleicht auch jede Tanzschule gönnen. Denn Eines ist klar: Deutschland hat mit intermediaHUB eine starke Innovation für die Ballettwelt geschaffen.
Gisela Sonnenburg

"Die Kameliendame" von John Neumeier im Sommer 2024 beim Hamburg Ballett

Ziel erreicht: Glückliche Gesichter beim jubelnden Applaus nach einer Vorstellung von „Die Kameliendame“ beim Hamburg Ballett, hier Ida Praetorius in der Titelrolle neben John Neumeier beim Schlussapplaus. Foto: Gisela Sonnenburg

https://im-en.com/de/software/intermedia-hub

Es lohnt sich übrigens, für einen Schmunzler das Bild vom Team auf der Website anzuklicken:https://im-en.com/de/team

 

 

 

 

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