Rücktritt inmitten der Russenhatz Igor Zelensky verlässt das Bayerische Staatsballett – für manche nicht so überraschend

Igor Zelensky, ab heute ehemaliger Ballettdirektor vom Bayerischen Staatsballett, im lauteste, aber schönsten Ballettsaal der Welt – dieser Saal mit Leuchter hat eine Akustik , die wie gemacht ist für ein Hörspiel voller Echos. Politisch ist die stimmliche Vielfalt der Macht in Deutschland derzeit ja nicht so groß. Dafür gibt es einen einigenden blinden Hass auf Russen. Nichts, auf das man stolz sein sollte. Foto: Wilfried Hösl

Die deutsche Ballettwelt hat einen markanten Ballettdirektor und einen berühmten Russen weniger: Igor Zelensky tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Chef des Bayerischen Staatsballetts zurück. Der Mob, der jede und jeden, die oder der mal mit Putin näher zu tun hatte, gefeuert sehen will, kommt damit zu seinem nicht verdienten Recht. Kommissarisch sollen nun erstmal die beiden Ballettmeisterkräfte Judith Turos und Thomas Mayr die Truppe leiten. Sachlich ist der Rücktritt Zelenskys nicht gut fürs Bayerische Staatsballett, auch wenn der ehemalige Startänzer wirklich nicht nur beliebt war. Aber der Erfolg glamouröser, dennoch lebendiger Aufführungen und einer Vielzahl sich hervorragend entwickelnden Tänzer:innen gab ihm Recht. Außer dem Münchner Verlust von Lucia Lacarra, die als weltbeste Ballerina gelten kann und die Zelensky gleich zu Beginn seiner kurzen Ära 2016 vergraulte, hat er keine großen Sünden als Ballettdirektor zu verantworten. Die ärgste gängige Sünde im Theater, die Langeweile, kann man ihm schon gar nicht andichten.

"Schicksalstanz mit Nurejew" - eimalig im Babylon in Berlin

Nur am 29. Mai 22 in Berlin LIVE, präsentiert vom Ballett-Journal: Rainer Krenstetter, Lucia Lacarra und Matthew Golding sowie  Roxanne Grosshans tanzen live auf der Bühne – und dann tanzen Oleg Ivenko und Anna Urban vom Hamburg Ballett  im Ralph-Finnies-Kinofilm „Nurejew – The White Crow“ im Original mit Untertiteln. Beim „Schicksalstanz für Nurejew“ verkörpern sie alle eine Facette in Nurejews Leben. Einmalig im BABYLON, der Filmbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Hier geht es zu mehr Infos und den Tickets! Fotos: G. Sonnenburg / AlamodeFilm / L. Januszewski

Soeben endete das Festival der „Ballettfestwoche“ in München, und soeben endeten auch die Corona-Schutzmaßnahmen. Anders als die Opernhäuser etwa in Berlin nimmt man das Ende dieser Regeln am Nationaltheater wörtlich und verzichtet auf Vorschriften wie Maskenpflicht als Hausrecht. Vielmehr sind seit gestern im Nationaltheater kein 2- oder 3-G-Nachweis und auch keine Maske mehr notwendig. Obwohl erst vor zwei Wochen wieder eine Vollauslastung erlaubt war.

"Giselle" und "Mayerling" in München und Stuttgart mit Debüts

Prisca Zeisel kann als Entdeckung von Igor Zelensky gelten – die gebürtige Wienerin hat sich in den letzten Jahren von der Anfängerin zu einer fantastischen, zudem sehr vielseitigen Primaballerina entwickelt. Hier schwebt sie im perfekten Grand jeté als „Giselle“ im zweiten Akt über die Bühne. Foto vom Bayerischen Staatsballett: Serghei Gherciu

Den Münchner Ballettdirektor sieht man dennoch nicht mehr gesichtsunverhüllt im Opernhaus sitzen – Zelensky, 52, legte mit sofortiger Wirkung alle Verpflichtungen nieder, vorgeblich aus rein privaten Gründen. „Familienangelegenheiten“ hielten ihn derzeit zu sehr davon fern, seine „absolute Konzentration und Kapazität“ dem Ballett zu widmen, so Zelensky. Man weiß, dass er ein chronisch krankes Kind hat, und möglicherweise erfordert hier der familiäre Zusammenhalt das große Opfer.

Wahrscheinlich ist allerdings auch, dass der starke Strom negativer Gefühle gegenüber Russen in Deutschland erneut zu einer Ausgrenzung geführt hat. Eine Diskriminierung der vordergründig sanften Art mag hier wirksam gewesen sein. Denn eigentlich würde der Vertrag von Zelensky auch ohne Verlängerung bis zum Sommer 2026 laufen.

Die junge Welt ist eine Tageszeitung aus Berlin.

Die überregionale Tageszeitung junge Welt berichtet auch über das, worüber andere oft schweigen. Am Kiosk erhält man sie in einem sehr praktischen Format.

Schade ist sein Abgang darum, weil Zelensky im Gegensatz zu vielen anderen Menschen aus Fehlern zu lernen wusste und insgesamt dem tollen Bayerischen Staatsballett zu weiterem, erhöhtem Ansehen verhalf.

Er holte Robert Reimer als Ballettdirigenten für manche Aufführung und sorgte mit internationalen Gastsolist:innen für Abwechslung auf hohem Niveau.

"Alice im Wunderland" hat eine böse Herzkönigin

Das Böse wirkt nur manchmal so sichtbar wie hier in der Inszenierung von Christopher Wheeldon: Die böse Herzkönigin (Séverine Ferrolier) aus „Alice im Wunderland“ in ihrem „Mammamobil“. Foto vom Bayerischen Staatsballett: Wilfried Hösl

Auch wenn er gegen seine Tänzer:innen mitunter hart war, einmal sogar die Polizei im Ballettsaal stehen hatte, auch wenn er im indes unbestätigten Ruf eines Schürzenjägers stand und zudem nicht eben jede Sekunde seines beruflichen Lebens in München im Ballettsaal war – er und seine Frau Yana Zelensky als Ballettmeisterin erhielten und pflegten das tänzerisch dramatische Profil der Truppe.

Für Insider tickte indes eine Uhr. Es war der Münchner Oberbürgermeister höchstselbst, der Ende Februar als erster Politiker überhaupt den Kopf eines berühmten Russen mit Putin-Verbindungen forderte: Dieter Reiter, der mit Kanzler Scholz in Sachen Russenhass zu konkurrieren scheint und ebenfalls für die SPD regiert, verlangte den Abgang von Valery Gergiev. Er bekam ihn.

Seither konnte man sich denken, dass auch Zelensky, der von Russland aus einst ein international geschätzter Tanzstar war, auf der Abschussliste stand.

Ob jetzt im Falle Zelensky der politische Druck den Ausschlag gab oder nur implizit mit dazu kam, sei dahingestellt.

Für Deutschland und Bayern ist es ein Armutszeugnis, einen Künstler wegen seiner Nationalität zu vertreiben.

Laurretta Summerscales als Anna Karenina

Ein Stück vom künstlerisch längst abgehalfterten, aber brav Russenhass verbreitenden Kollegen Christian Spuck hatte Zelensky auch im Programm. Hier Kristina Lind als Kitty in einem Gewand von Emma Ryott beim Applaus nach Spucks „Anna Karenina“ beim Bayerischen Staatsballett. Foto: Bayerisches Staatsballett

Deutschland befindet sich derzeit – angeleitet von den kalt berechnenden USA und einer völlig hysterischen EU – in einer Art Hassrausch gegen alles Russische, speziell auf Menschen, die mal auf Tuchfühlung mit Wladimir Putin standen, ohne das nun lauthals zu bereuen. Und selbst angebliche Reue wird ihnen nicht geglaubt, wie der Fall Anna Netrebko zeigt.

Wenn in Saudi-Arabien am Tag 81 Menschen hingerichtet werden, trübt das die Beziehungen zu Deutschland nicht im mindesten. Dass die USA selbst seit 2001 für Millionen Kriegstote im Nahen Osten gesorgt haben, ist den Deutschen nicht mal ein Achselzucken wert.

Dass Russland im Gegensatz zu den USA seit 1945 keinen Angriffskrieg unternahm und jetzt aus Notwehr gegen eine zudem auch noch mit Faschisten kooperierende, übermächtig werdende Nato handelte, wollen die deutschen Meinungsmacher indes zurzeit noch nicht hören. Das kommt vielleicht noch.

Noch sind alle aufgeputscht von den Bildern des Krieges in einem Land, das Autos hatte wie wir und mit dem man sich darum identifiziert. Dass in der Ukraine mit Stepan Bandera ein ausgewiesener Nazi mit Denkmälern verehrt wird und weitere Vorkommnisse für eine Unterwanderung des Landes von Rechtsradikalen sprechen, wird schlicht unterschlagen.

Auch Zelensky war nicht bereit, darüber öffentlich zu sprechen. Zu groß die Angst, sich festzulegen oder Verantwortung für eine eigene Meinung zu übernehmen.

Sie wurde Mangelware in einem Land, das aus Jasagern besteht: die eigene Meinung. Dafür ist der verblendete Hass groß. In manchen deutschen Bibliotheken werden sogar die russischen Klassiker wie Tolstoi und Dostojewsky aussortiert. Man fragt sich, ob sie hierzulande bald wieder erst Bücher, dann Menschen verbrennen wollen.

"Jewels" von George Balanchine beim Bayerischen Staatsballett

Vladislav Dolgikh als Kavalier in den „Emeralds“ aus den Jewels von George Balanchine, an seiner galanten Hand: Jeannette Kakareka. Sie feierte jetzt erst am vorgestrigen Samstag ihr Debüt als „Giselle“. Foto: S. Gherciu

Wenn Russen heute ein Konto eröffnen oder einem bestehenden ein zweites hinzufügen wollen, müssen sie sich mit dem Generalverdacht der Geldwäsche konfrontieren lassen – die meisten Geldinstitute verweigern ihnen schlicht dieses in einer Geldgesellschaft wesentliche Recht. Da kann man sich unwohl fühlen.

Leider kann man vor diesem Hintergrund jeden, der russisch ist und geht, verstehen.

Die eine regelrechte Russenhatz lostretende Politik – im höchsten Maße unseriös, aber in Hass vereint – macht sich denn auch zum populistischen Antreiber gegen jedwede Aufklärung in der Ukraine-Frage. So sehen Konzepte aus, die eine Demokratie in eine Diktatur des Geldes verwandeln. Nie war das so deutlich in der Geschichte der Bundesrepublik.

Igor Zelensky im „Schwanensee“, den er 1990 als Siegfried mit dem Kirov-Theater in Leningrad tanzte, welches erst 1991 in Sankt Petersburg rückbenannt wurde. Videostill: Gisela Sonnenburg

Der Druck, den Zelensky spüren musste, zumal auch sein Name in den letzten Wochen immer mal wieder von kleingeistigen Karrieristen als ein zu löschender genannt wurde, war immens. Offenbar hat er ihm nicht standgehalten. Vielleicht gab man ihm dazu auch keine Chance. Dass Offenheit nicht seine Stärke war – wie im Ballett üblich – machte es nicht einfacher mit ihm.

Damit alle das Gesicht wahren, sprachen Bayerns Kunstminister Markus Blume und Staatsopernintendant Serge Dorny (in der hauseigenen Mitteilung im Eifer des Gefechts „Staatsintendant“ genannt) dem scheidenden Ballettdirektor ihren Respekt aus. Er hat ihnen wohl auch viel Ärger mit seinem Rücktritt erspart. Schade, dass heutzutage, niemand mehr für irgendjemanden kämpft, nur fürs eigene Vorankommen.

Politische Aufklärung bleibt den Betreffenden sowieso noch lange fern. Zu einfach ist es, mit den Wölfen zu heulen und Russland am liebsten von der Landkarte verschwinden zu lassen.

Wolodymyr Selenskyj ist ein Faschist

Hier verleiht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einem ausgewiesenen Faschisten, dem Chef vom „Rechten Sektor“, am 1. Dezember 2021 die Auszeichnung „Held der Ukraine“. Sind das wirklich die Favoriten unserer europäischen Regierungen? Leider ja. Igor Zelensky ist übrigens nicht mit dem Helden der Korruption, als der Präsident Selenskyj seit den „Panama Papers“ bekannt ist, verwandt oder verschwägert. Absurderweise hätte ihm das geholfen. Foto: Facebook

Dass mit der Ukraine ein faschistoider Staat mit Waffen gegen die einstigen Befreier Deutschlands von Hitler versorgt wird, ist ein Skandal – und dass es dagegen immer noch nicht mal Demos gibt, ist einfach nur typisch deutsch. Immerhin gab es, ebenfalls am Sonntag, in Berlin einen pro-russischen Auto-Korso, der sich gegen die Diskriminierung von Russen in Deutschland wandte.

Aber auch Zelenskys Abgang und das Einverständnis seiner Vorgesetzten ist typisch deutsch, typisch für ein Land, dass schon immer lieber seine Besten in den Abgrund stößt als zuzugeben, dass es selbst überwiegend aus Mittelmaß besteht.

Hoffen wir, dass das Bayerische Staatsballett keine typisch deutsche Nachfolge erwartet, kein typisches Mittelmaß mit Gierzulage, wie es etwa Alexander Ratmansky verkörpert. Auch er ist ein Russe – aber einer, der politisch nachweislich zu Uncle Sam, also zu den USA, gehört.

Ob es Deutschland nochmal schaffen wird, einen eigenen, einen europäischen Weg zu gehen, wenigstens im Kulturellen? Abwarten und Tee trinken.

Der „Spartacus“ von Yuri Grigorovich ist und bleibt jedenfalls eines der großartigsten Werke der Ballettgeschichte, und dass Igor Zelensky es schaffte, dieses Stück ins Repertoire zu holen, hat ihm für immer eine Münchner Gloriole besorgt.

Das Böse ist überall

Insignien der Macht des Bösen: Virna Toppi in „Spartacus“ beim Bayerischen Staatsballett. Auch heute inszenieren sich Machthaber gern als Siegertypen – aber jenseits der Wahrheit. Foto: Wilfried Hösl

Demnächst soll übrigens das Bolschoi Ballett dieses mitreißend wehmütige Stück vom Freiheitskampf für die russische Armee tanzen – man erinnert sich, wenn man mal die Scholz-Scheuklappen weglässt,  an Marlene Dietrich, die im Zweiten Weltkrieg für die US-Soldaten auftrat. Sowohl damals wie heute ging der Krieg gegen Hakenkreuz-Träger, mit dem Unterschied, dass die USA und das europäische Ausland damals nicht ganz so blind für die Realitäten waren wie heute.

Das Repertoire, das Zelensky teils von seinem Vorgänger Ivan Liska übernahm, teils fulminant ausbaute, enthielt jedenfalls unbestreitbar choreografisch so ziemlich alles, was das Ballettherz begehrt: von Christopher Wheeldon über John Neumeier und John Cranko bis hin zu David Dawson, Roland Petit und eben Yuri Grigorovich.

Es wäre so mutig, „Spartacus“ wieder auf den Spielplan zu setzen, gerade jetzt!

Meinungsvielfalt ist übrigens auch dann wichtig, wenn sie unbequem ist, sogar in Krisenzeiten.

Und ist so wichtig, dass in diesem Land wieder gelernt wird, dass Kunst nichts für rachsüchtige Schreihälse ist. Ob das der Nachfolger Zelenskys, der oder die in den nächsten Wochen bestimmt werden soll, ähnlich sehen wird? Ich befürchte nein.

La Bayadere von Alexei Ratmansky ist eine Pleite

So wenig Flair wie selten: Das Staatsballett Berlin mit dem schlecht beleuchteten „Königreich der Schatten“ aus „La Bayadère“ von Alexei Ratmansky. Foto: Yan Revazov

Hoffen wir, dass es nicht der Oberlangweiler Ratmansky wird, der in Berlin seine „Bayadère“ unter dem Etikettenschwindel vermarkten ließ, er habe die Uraufführung rekonstruiert. Dabei handelte es sich um eine immerhin ein Vierteljahrhundert später entstandene Inszenierung – und „Rekonstruktion“ war daran nicht viel.

Wer käme denn noch auf die Schnelle in Frage? Aszure Barton, die für Ivan Liska mal ein wirklich witziges Stück in München gestaltete? Richard Siegal, der alles und nichts kann, der aber als Amerikaner eine starke Lobby vor Ort hat? Der moderat experimentierende Mauro de Candia, der das Theater Osnabrück freiwilig verließ und also keinen Sesselkleber am Hintern hat?

Andrey Kaydanovskiy, in Wien lebender Russe, kommt hingegen gleich aus zwei Gründen nicht in Frage: Erstens ist er Russe, zweitens versucht er, Ratmansky den Titel als Oberlangweiler streitig zu machen. Das bewies er zuletzt mit seinem Abendfüller zum Thema „Der Schneesturm“ in München. Igor Zelensky förderte den jungen Choreografen, aber das waren wirklich keine Sternstunden des Bayerischen Staatsballetts. Allerdings darf das als Ausnahme mal passieren: Dass was so richtig daneben geht.

"Fordlandia" von und mit Lucia Lacarra und Matthew Golding ist eine Sensation

„Snow Storm“ made by Possokhov:  Ein Schneesturm verhindert die erste große Liebe im Leben, aber der Traum von ihrer Auferstehung bringt Kraft und Mut… so zu sehen in „Fordlandia“, hier im Teilstück von Yuri Possokhov, kreiert für Lucia Lacarra und Matthew Golding. Unvergesslich toll. Foto: L. Januszewski

Ein Meisterchoreograf wie Yuri Possokhov, der am Bolschoi vor wenigen Jahren ein hoch interessantes, schwer umstrittenes, letztlich aber vor allem bejubeltes Avantgarde-Stück über Nurejew durchsetzte, wäre hingegen ein Garant für spannende und intelligente tänzerische Action. Sowie für die schönsten Pas de deux! Aber ach, auch er ist ein Russe, wenn auch überwiegend in den USA lebend. Die Münchner Politik wird ihn schon wegen seiner Herkunft nicht wollen. Schade.

Ob man dann wieder auf einen hierzulande bekannten Startänzer setzt? Auf jemanden wie Friedemann Vogel vom Stuttgarter Ballett, der noch aktiv auf der Bühne steht? Oder auf den Franzosen Laurent Hilaire, der soeben aus Russland wieder nach Westeuropa kam und nach kriegsempörter Niederlegung seiner Arbeit für die Russen nun auf Jobsuche ist? Oder auf den ehemaligen Kassenmagneten und in Berlin zu Unrecht abgesägten Ballettchef wie Vladimir Malakhov? Er kommt zwar auch aus der damaligen Sowjetunion… aber immerhin aus der heutigen Ukraine, aus der er in den letzten Jahren noch seine Bio-Hühnchen bezog.

Oder ob die dubiosen Klitschko-Brüder, von der Kommerzwirtschaft schon vor Jahrzehnten als ukrainische Stars in Deutschland aufgebaut, einen ihrer Günstlinge als Ballettdirektor in München sehen möchten?

Jedenfalls wäre es schön, wenn man sich dieses Mal von der Ernennung des neuen Ballettdirektors nicht überraschen lassen muss, sondern es vorher eine öffentliche Beratung mit der Politik geben würde. Ob Bayern sich das leisten kann?
Gisela Sonnenburg

 www.bayerisches-staatsballett.de

 

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