Ein Fenster in die Vergangenheit, ein Gefühl für die Gegenwart „Once Upon An Ever After“ von Terence Kohler und „Choreartium“ von Léonide Massine beim Bayerischen Staatsballett

Zwei Ballette, sehr verschieden, ergänzen sich dennoch.

Licht! Auf der Bühne spielt das Licht, als sei es der Hauptakteur. Kein Wunder, denn die buntes Licht sehr liebende bildende Künstlerin rosalie entwarf für Terence Kohlers Stück „Once Upon An Ever After“ das Bühnenbild, die Kostüme und auch das… Weiterlesen…

Umarmungen mit segensreichen Widerhaken Das Stuttgarter Ballett zeigt mit „Forsythe / Goecke / Scholz“ zwei Arbeiten von 1991 und eine Uraufführung: ein erfrischend kantiges Programm

Manche Ballettabende sind ein Antidepressivum in drei Phasen.

Wenn man in einer melancholischen Stimmung ist, sollte man bloß nicht in eine klamottig-lustige Komödie gehen. Alle eindeutigen Witze erscheinen einem dann platt und primitiv – und deprimieren einen noch mehr, als man vielleicht sowieso schon ist. In einer Tragödie… Weiterlesen…

Ein Prinz der ersten Wahl Tamas Detrich ist der kommende Intendant beim Stuttgarter Ballett; er war auch der erste „Dornröschen“-Prinz von Marcia Haydée, deren Inszenierung jetzt erneut premiert

Dornröschen ist ein Ballett-Kunstmärchen auch für Erwachsene.

Dieser Mann kennt die John-Cranko-Ballette wie aus dem Effeff: „Es ist in meinem Körper!“ Als Teenager kam er aus New York nach Stuttgart – und er kam, um zu bleiben. Tamas Detrich, mutmaßlich Jahrgang 1960, wird ab der Spielzeit 2018/2019… Weiterlesen…

„Alles Cranko!“ – oder was? Der neue, vierteilige Abend beim Stuttgarter Ballett setzt ganz auf die Potenz des sanften schwulen Patriarchen John Cranko

John Cranko war kein Einzelfall.

Vor ihm war die Bundesrepublik Deutschland eine Ballettwüste: John Crankos Verdienste sind unbestritten. Dennoch passt so eine schwülstige Ausdrucksweise irgendwie gar nicht zu dem sensiblen Schwulen, der im Ballettsaal rauchte und auch nicht immer ganz nüchtern war: Das Genussmittel Alkohol… Weiterlesen…

Körperfetischismus, leicht gemacht Arthaus Musik hat mit der „Jiří Kylián Edition“ eine richtige Werkausgabe vorgelegt

Widmung an die Oma

Am Anfang stand für Jiří Kylián die Akrobatik. Als kleiner Junge wollte er unbedingt zum Zirkus, träumte vom „Salto mortale“, betrieb viel Sport, Artistik und Gymnastik. Aber die Tanzgöttin Terpsichore hatte wohl schon früh ein Auge auf ihn geworfen: Die… Weiterlesen…