Vom heimlichen Begehren Der „Tod in Venedig“ von John Neumeier erlebte kurz vorm Lockdown beim Hamburg Ballett mit neuen Besetzungen der Hauptrollen ein schaurig-schönes Revival

"Tod in Venedig" von John Neumeier mit Atti Kilpinen und Christopher Evans beim Hamburg Ballett

Der junge Mann ist bildschön und der alte Kerl, der ihn begehrt, stirbt daran. So knapp liest sich die Inhaltsangabe von „Tod in Venedig“ in einem Satz. Thomas Mann schrieb 1911 die gleichnamige Novelle über einen alternden Komponisten, der an… Weiterlesen…

Trostpflaster und Trostbonbons Berlin und München trösten uns mit nachhaltigen Online-Streams durch die Corona-Ödnis

Zunächst mal gibt es noch eine kleine Freude weniger in diesen harten Zeiten: Weil Proben derzeit in der Corona-Krise verboten sind, kann das Bayerische Staatsballett seine schon mit Spannung erwartete Wiederaufnahme der „Schwanensee“-Version von Ray Barra – der im Januar… Weiterlesen…

Wien vor – und alles online! Die Wiener Staatsoper beglückt mit der Umsetzung der richtigen Idee: täglich und umsonst werden Aufzeichnungen von Opern- und Ballettaufführungen online gezeigt

Eine erste Rettung vor der berüchtigten Corona-Tristesse ist in Sicht! Und: Sie kommt aus Wien! Ab Sonntag, den 15.  März, zeigt die Website www.staatsoperlive.com– mindestens bis zum 2. April 2020 – hauseigene Aufführungenvon Opern und Ballette in voller Länge, unzensiert und ungeschnitten – und gratis.… Weiterlesen…

Der Lohn der Gerechten „Lohengrin“ mit Klaus Florian Vogt, Kent Nagano und einem fantastischen Chor an der Hamburgischen Staatsoper

"Lohengrin" mit Klaus Peter Vogt in der Hamburgischen Staatsoper

Wenn er singt, steht die Zeit still, um ihm zu lauschen. Der Raum erbebt, alles Leben neigt sich der Poesie dieser Stimme zu. Es ist sozusagen der absolute menschliche Klang: Klaus Florian Vogt, Tenor von Welt und gelegentlich auch Bariton, vereint… Weiterlesen…

Traumarbeit „Und die Seele unbewacht…“ heißt, nach Hermann Hesse, der neue Abend von Ralf Dörnen mit dem BallettVorpommern. Der Tenor: wild, romantisch, tragisch

Ballett für die unbewachte Seele

Es ist eine raffinierte Kombination zweier Komponisten, zweier Stoffe, zweier Themen, die doch mitunter so nah beieinander liegen, dass sie sich berühren: „Und die Seele unbewacht…“ nennt Ballettdirektor Ralf Dörnen seinen neuen Abend. Dieser setzt sich zusammen aus „Tristan“ zur Orchestermusik… Weiterlesen…

Ein Kuss der Stille mit Poesie in Blau „Tannhäuser“ mit Clownsnase, „Lohengrin“ ohne Schwan – warum die Bayreuther Festspiele 2019 dennoch jede Reise wert sind

Aufregung und Anregung in Bayreuth 2019

Hauchzarter Klangnebel steht am Anfang. Wenn der russische Meisterdirigent Valery Gergiev den Taktstock für eine Oper von Richard Wagner hebt, dann darf man Außergewöhnliches erwarten. Erstmals dirigiert er Wagner an dessen Lieblingsort, im Bayreuther Festspielhaus. Der Graben hier, also der Orchestergraben, ist… Weiterlesen…

All die ungestellten Fragen Lauren Cuthbertson und Vadim Muntagirov brillieren im "Größten Schwanensee der Welt" im Theater am Potsdamer Platz in Berlin

Die Melodie von Peter I. Tschaikowskys Schwanenmotiv in h-Moll ist weltbekannt. Auch ihr Ursprung, nämlich die Arie „Nie sollst du mich befragen“ des Titelhelden der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner, ist so bekannt. Aber nur die wenigsten Zuschauer sind sich… Weiterlesen…

Die Kraft der Poesie Nadja Saidakova nimmt beim Staatsballett Berlin mit „Onegin“ und Jason Reilly ihren Bühnenabschied – und wird Ballettmeisterin

Nadja Saidakova wechselt im Ballettsaal die Seite

Es war im März 2013. Das Staatsballett Berlin probte den „Ring um den Ring“, dieses monumentale Werk mit Musik von Richard Wagner, aus der choreografischen Hand von Maurice Béjart. Ich hatte die Ehre, eine Woche lang bei den Proben im… Weiterlesen…

Hochzeit im Klassenzimmer Kent Nagano dirigiert, nein: atmet „Lohengrin“ von Richard Wagner in der Hamburgischen Staatsoper

Streit im Klassenzimmer

Er dürfte der Beste seines Fachs für Wagner sein. Wenn Kent Nagano den Taktstock hebt, um die Partituren von Richard Wagner anzustimmen, dann kann man sich auf was gefasst machen: Klare, aber sanft geführte Melodiebögen; weiche, vereinnahmend gefühlvolle Mittellagen; weithin… Weiterlesen…

Von der Liebe als Kraftquell Legendär und doch aktuell wie nie: „Tristan und Isolde“ in Hamburg, inszeniert nach Ruth Berghaus, dirigiert von Kent Nagano – ein Rausch für alle Sinne, auch wenn ver.di die zweite Aufführung bestreikte

"Tristan und Isolde" in der Inszenierung von Ruth Berghaus - toll.

Glück wird ein wechselbarer Begriff, wenn man alt wird. Die Hoffnungen fliegen nicht mehr so hoch, man will gar nicht mehr soviel unbegrenzte Heiterkeit. Aber das Gefühl der Liebe wird immer stärker – und wo sie in der Jugend noch… Weiterlesen…