Viel Poesie – und einige Ohrfeigen Beim Hamburg Ballett zeigen „Junge Choreografen“, was sie können und wollen

Junge Choreografen sind auch 2017 ein Knüller

Zart und freundlich tritt die Ballerina Miljana Vracaric in der Opera stabile, der intimen Zweitspielstätte der Hamburgischen Staatsoper, vors Publikum. Sie choreografiert selbst seit Jahren. Und auch 2017 ist die jetzt in den Abend kurz einführende gebürtige Jugoslawin – die… Weiterlesen…

Liebe und die Trostpflaster-Theorie „Die Möwe“ von John Neumeier fliegt auch in der Zweitbesetzung beim Hamburg Ballett hoch

Die Möwe fliegt auch in der Zweitbesetzung hoch

Man möchte es ihnen freundlich zurufen, den drei Protagonisten aus der „Möwe“, die so unglücklich verliebt sind: „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling!“ Hey, Nina, Kostja, Mascha! Was der Schlager von Siw Malmquist 1964 vor sich hin trällerte, kann man… Weiterlesen…

Bournonville besucht Neapel Lloyd Riggins erweitert „Napoli“ beim Hamburg Ballett um ein Vorspiel. Und Marc Jubete tanzt als Golfo einen autoritären Womanizer

"Napoli" ist ein fantastisches Ballett.

Die Musik zwirbelt schon festliche Klänge, dass es eine helle Freude ist, da tritt von rechts ein junger Mann vor den Vorhang. Er trägt einen Zylinder und taubenblaue Reisebekleidung des 19. Jahrhunderts: Es ist August Bournonville, der dänische Choreograf aus… Weiterlesen…

Die Komik der Romantik Leslie Heylmann, Alexandr Trusch, Dario Franconi und Ivan Urban in „Napoli“ von August Bournonville und Lloyd Riggins beim Hamburg Ballett

"Napoli" und Neptunscharme - beim Hamburg Ballett.

Ein Junge sucht sein Mädchen. Die Musik spielt für seinen Auftritt in einem Ruderboot, dem er mit malerischer Geste entsteigt, eine besonders liebenswerte Melodie. Aber hat sein Suchen eine Chance zu finden? Wo ist er überhaupt gelandet? Mitten im Harem… Weiterlesen…

Mit all seiner Lust und all seinem Schmerz 175 Jahre „Giselle“: Christopher Evans liefert beim Hamburg Ballett als wohl jüngster Hauptdarsteller dieses Stücks in der weltweiten Top-Liga eine absolute Neuinterpretation

Eine Neuinterpretation in "Giselle" ist nicht falsch.

Was wäre „Giselle“ ohne den Mann, den sie so liebt? Beim Hamburg Ballett triumphiert der erst 21-jährige Christopher Evans in der männlichen Hauptrolle dieses mysteriösen Liebesballetts, das 1841 in Paris uraufgeführt wurde und das John Neumeier 2000 fürs Hamburg Ballett… Weiterlesen…

Welche Schuhe hast du an? Am Sonntag lief die 211. Ballett-Werkstatt von John Neumeier: Der Choreograf erklärte die Liebe in „A Cinderella Story“ – und stellte zugleich die neue Besetzung vor

Cinderella ist eine Story für sich.

Es war die erste Ballett-Werkstatt in dieser Saison und zugleich die letzte in diesem Kalenderjahr in Hamburg: zum 211. Mal empfing John Neumeier, ganz in sportlich-elegantes Schwarz gewandet, seine Fans sonntagmorgens um 11 Uhr. Das Thema: „The Return of Cinderella“.… Weiterlesen…

Die Natur spielt immer mit „A Cinderella Story“ von John Neumeier beim Hamburg Ballett: gar kein typisches Aschenbrödel, sondern eine zeitgemäße Geschichte mit prophetischen Zügen

A Cinderella Story ist eine Liebesgeschichte mit Problematiken.

Das, was wir Leben nennen – es ist Natur. In „A Cinderella Story“ von John Neumeier geht es nicht nur um einen Prinzen, der eigentlich keiner sein will. Und es geht auch nicht nur um ein Anti-Aschenbrödel, das sich eben… Weiterlesen…

Himmelssprung und Höllenqual Zweieinhalb Stunden mit Gala-Anmutung: Die „Debüt“-Ballett-Werkstatt mit John Neumeier und seinen experimentierfreudigen Tänzern

Neumeier spricht: Debüt-Ballett-Werkstatt-Zeit-

Es ist so wunderbar, wenn Tänzerinnen und Tänzer mit ihren Rollen verschmelzen, als hätten sie sich diese selbst gewählt. Bei John Neumeier und seinem Hamburg Ballett gibt dazu stets die so genannte „Debüt“-Ballett-Werkstatt Gelegenheit. Letzten Sonntag war es wieder soweit.… Weiterlesen…

Oh, schöne traurige Liebende Anna Laudere gab beim Hamburg Ballett ihr Debüt in der Titelrolle von John Neumeiers „Tatjana“ – sie begeisterte, und zwar nicht allein

Anna Laudere als "Tatjana" und andere Debüts

Sie ist so traurig in ihrer Liebe und doch so stark dabei: John Neumeiers „Tatjana“, nach dem Versroman von Alexander Puschkin entstanden, schildert die unmöglichen, aber ebenso unleugbaren Gefühle einer Frau, die durch das unerfüllte Begehren eines unanständigen Dandys reift… Weiterlesen…

Stolzer Mann, schamhafte Reue John Neumeiers „Giselle“: eine eigenwillig modernisierte Version, radikalisiert, stark moralisch. Aktuelle Besetzungen geben zudem Ausblicke auf die kommende Spielzeit. Und bei den 41. Hamburger Ballett-Tagen reüssierte die Romantik per se!

Giselle - die tragische Geschichte einer Liebenden.

Am Ende des ersten Aktes liegt Giselle tot am Boden. Dieses Zwischenende ist wie immer. Ansonsten aber ist vieles anders, seit John Neumeier im Jahr 2000 seine modernistische Fassung des romantischen Ballettklassikers schuf. Sie beginnt alptraumhaft mit der stilisierten Todesszene,… Weiterlesen…