Ritterswitz und Kurtisanenglück Die neue Ballettsaison lockt in den ersten Monaten nicht nur beim Stuttgarter Ballett mit öffentlichen Proben und Premieren

Proben als Performance

Ballettproben vor Publikum sind wie Kochshows im Fernsehen: Man sieht, wie an etwas gearbeitet wird, zugleich aber weiß man, dass öffentliche Proben niemals so authentisch sind wie solche, die ohne Zuschauer stattfinden. Dennoch sind Proben als Performance der neueste Trend… Weiterlesen…

Lieber John Cranko! „Cranko pur“, „Onegin“ und mehr: Ein Glück-Wunsch für das Stuttgarter Ballett und John Cranko zu dessen 90. Geburtstag – mit je einem Abstecher nach Kanada zu Evan McKie und zum Bayerischen Staatsballett nach München

John Cranko wird 90

Er war gewiss kein Engel, und es ist nicht sicher, ob er heute einer ist. Aber mit seinem fantastischen choreografischen Werk wurde er unsterblich – und wer sich für Ballett ernsthaft interessiert, aber John Cranko nicht kennt, der hat die… Weiterlesen…

Über die Einsamkeit der Liebenden Kulturelles Crossover: die vorerst letzte „Tatjana“ von John Neumeier beim Hamburg Ballett – und eine Bitte an die Politik

Tatjana mit Anna Laudere in der Titelrolle beim Hamburg Ballett

Macht Liebe einsam? Manche Frauen ja.. Vorab aber ein dringender zeitaktueller Hinweis: Der Hamburger Senat sollte keine Risiken wie G20 mehr eingehen. Und: Er sollte unbedingt die Werbebudgets vom Hamburg Ballett und der Hamburgischen Staatsoper drastisch erhöhen. Um Kulturtraditionen zu… Weiterlesen…

Die Kraft der Poesie Nadja Saidakova nimmt beim Staatsballett Berlin mit „Onegin“ und Jason Reilly ihren Bühnenabschied – und wird Ballettmeisterin

Nadja Saidakova wechselt im Ballettsaal die Seite

Es war im März 2013. Das Staatsballett Berlin probte den „Ring um den Ring“, dieses monumentale Werk mit Musik von Richard Wagner, aus der choreografischen Hand von Maurice Béjart. Ich hatte die Ehre, eine Woche lang bei den Proben im… Weiterlesen…

Liebe und Verzicht Neubesetzung des „Onegin“ beim Staatsballett Berlin: mit Marian Walter in der Titelrolle, Iana Salenko als Tatjana, Ksenia Ovsyanick als Olga und Nikolay Korypaev als Gremin

Onegin ist einfach toll

Das heitere Glück eines verliebten Paares, wo kann man es deutlicher erkennen als bei Olga und Lenski in „Onegin“ von John Cranko? Als Gegenentwurf zur düster-dramatischen Titelfigur und der depressiven Tatjana ersonnen, strotzt das verlobte Pärchen Olga und Lenski nur… Weiterlesen…

Der gute Geschmack und der moderne Genuss „Tatjana“ von John Neumeier ist live und als DVD / Blu-Ray stets ein Abenteuer: mit Kostümen, Licht und Bühnenbildern von Meisterhand

"Tatjana" ist das kostümreichste Ballett von John Neumeier.

Es sind diese gedankenvollen Stimmungen und Situationen, die John Neumeier als „Gesamtkunstwerker“ so fantastisch übermitteln kann. Wenn er nicht nur für die Choreografie, sondern auch für das Licht und die Ausstattung verantwortlich zeichnet – und das ist bei einigen seiner… Weiterlesen…

Onegin hin, Onegin her Das Hamburg Ballett bietet zeitgleich mit dem Bolschoi Theater in Moskau Gelegenheit zu einem „Onegin“-Marathon

"Onegin" ist eines der wichtigsten Ballette.

Warum sollte man sich das Ballett „Onegin“ nur ein einziges Mal pro Tag und Wochenende ansehen? Es hat einen hohen Suchtfaktor, und kaum jemand, der es einmal sah und sich begeistern ließ, belässt es dabei. Gleich zwei international renommierte Compagnien… Weiterlesen…

Wenn sie kommt, dann geht er „Onegin“ mit Wieslaw Dudek und Shoko Nakamura, mit Marian Walter und Krasina Pavlova in Berlin: eine Abschiedsvorstellung mit Hochkarat

In Onegin verschmelzen Leidenschaft und unwegbares Timing.

Das ist der Optimalfall unter Künstlern: Privat sind sie ein braves Ehepaar mit Kind, sind zärtlich und pragmatisch aufeinander eingespielt, jeder hat zudem seinen Freiraum für sich – beruflich wie privat. Probleme spart man sich da für emotionale Notzeiten auf.… Weiterlesen…

„Ein Tänzer sollte nie aufhören zu experimentieren!“ Alexander Jones tanzt aktuell den „Onegin“ in Stuttgart – ein außergewöhnlicher und außergewöhnlich junger Titelheld, der freundlich einige knifflige Fragen beantwortete

Alexander Jones als Romeo

Das Publikum liebt ihn für seine tolle Balance, seinen Schwung, seinen Ballon bei den Sprüngen, für seine noble Haltung bei allen noch so komplizierten technischen Finessen – und für seine große Glaubwürdigkeit im Spiel: Im englischen Essex geboren, wurde Alexander… Weiterlesen…

Der widerspenstige Wundertänzer Alexandr Trusch ist mit 25 Jahren schon Erster Solist beim Hamburg Ballett. Vielleicht tanzt er bald beim ABT in New York. Aber erstmal gibt er sein Debüt in „Napoli“.

Ein Kobold, ein Traumtänzer: Alexandr Trusch

Es ist so eine Sache, einen jungen Tänzer mit Rudolf Nurejew vergleichen zu wollen. Eigentlich kann das gar nix bringen. Aber im Fall von Alexandr Trusch gibt es eine Gemeinsamkeit mit dem berühmtesten aller Tänzer, die man einfach nicht verschweigen… Weiterlesen…