Gefährliches Geplänkel Triumph für Friedemann Vogel in „Atem-Beraubend“: Das Stuttgarter Ballett trimmt sein Publikum ansonsten mit Stücken von Itzik Galili, Johan Inger und Akram Khan auf hoch ästhetische Inhaltsleere

Verkaufsneppes beim Stuttgarter Ballett

Dieses Mal ging daneben. Ballettboss Tamas Detrich hat für die jüngste Premiere beim Stuttgarter Ballett kein greifendes Konzept gefunden, sondern wahllos drei formalistische Petitessen aneinander gereiht. Was bleibt, ist ein hohler, verblödeter Jubel eines mit modernen Zirkusstücken verführten Publikums. Immerhin: Das… Weiterlesen…

Eine furiose Welt der Gegensätze „Don Quixote“ von Nurejew nach Petipa noch einmal auf den 45. Hamburger Ballett-Tagen: fetzig, hochklassig, virtuos – mit den Stars Alexandr Trusch und Madoka Sugai

Was für ein hoffnungsvoller Moloch ist diese teils spanische, teils russische, teils internationale Welt, die sich Marius Petipa 1869 für sein grandioses Ballett „Don Quixote“ ausdachte, das er selbst knapp zwei Jahre später erneuerte und das Rudolf Nurejew 1966 überarbeitete, es gleichsam vervollkommnete. Die… Weiterlesen…

Für immer ins Café Müller „Das Erbe der Pina Bausch“: die hervorragende Doku der Pina-Bausch-Expertin Anne Linsel läuft am 3. Juli 2019 auf arte

Pina Bausch - immer ein Renner

Eine Banane zu essen, als wäre man eine Kuh – ganz einfach ist das nicht, aber in der Lichtburg, jenem umgebauten ehemaligen Kino, in dem die legendäre Tanztheater-Erfinderin Pina Bausch stets ihre Proben abhielt, wird sorgfältig auch heute noch am Verdrücken… Weiterlesen…

Ein Klassiker der Herzenswelt „Romeo und Julia“ von John Cranko beim Staatsballett Berlin mit Dinu Tamazlacaru und Yolanda Correa in den Titelpartien

Dieser Romeo ist ja so ein Filou! Gern scherzt und flirtet er, den schönsten Mädels macht er noch schönere Augen. Aber er ist kein kalter Playboy-Typ, sondern er brennt für die Liebe! Wenn Dinu Tamazlacaru beim Staatsballett Berlin in „Romeo und Julia“… Weiterlesen…

Die tapfere Liebe der Romola Zwanzig Minuten Standing ovations und ein rundes Dutzend geworfene Blumensträuße beim Hamburg Ballett: Carolina Agüero und Alexandre Riabko im Jahrtausendballett „Nijinsky“ von John Neumeier

Als wäre es eine Premiere: Blumen über Blumen, etwa ein gutes Dutzend schön gebundener Sträuße, wurden auf die Bühne geworfen, der Chef vom Hamburg Ballett, John Neumeier, kam dazu, und zusammen mit seinen Weltklassekünstlern aus der Gilde Terpsichores und dem… Weiterlesen…

Weil die Puppen Liebe machen Gefeierte Uraufführung mit „Shakespeare – Sonette“ beim Hamburg Ballett: Marc Jubete, Aleix Martínez und Edvin Revazov ersannen ein grandioses Stück frei nach William Shakespeare

"Shakespeare - Sonette" beim Hamburg Ballett stammt von drei Choreografen

Shakespeare war eine arme Sau. Seine „Sonette“ zu lesen, ist ein Schock, weil sie so deutlich von Sexualität, vornehmlich von männlicher Bisexualität sprechen. Der Dramatiker führte ein süffisantes Doppelleben, und seine Ehefrau war vermutlich nur zu bemitleiden. Liebe, Obsession, Treue,… Weiterlesen…

Die russischen Geheimnisse Nur am 6. und 7. Juli 2019 tanzen in Luxemburg die Stars der „Gala des Étoiles – Russian Seasons Mystery“ auf – und sind jede Reise wert!

Die "Gala des Étoiles - Russian Seasons Mystery" begeistert 2019

Ah, die russische Tanzkunst ist doch Herz und Seele zugleich im klassischen Ballett! Obwohl Stücke wie „Giselle“ zunächst ohne Durcharbeitung von Marius Petipa in Sankt Petersburg auskamen – ihren Glanz und ihr langes Haltbarkeitsdatum in künstlerischer Hinsicht verdankt sogar diese frühe… Weiterlesen…

Die tödlich schöne Liebe Und noch eine Besetzung, sogar einzigartig: „Mayerling“ von Kenneth MacMillan beim Stuttgarter Ballett mit Jason Reilly und Anna Osadcenko

"Mayerling" mit Jason Reilly

Eigentlich sollte Alicia Amatriain mit Jason Reilly diese wuchtige Partie stemmen. Aber Alicia erkrankte – gute Besserung! – und überließ somit die Partie von der jungen Baroness Mary Vetsera am letzten Samstag ihrer Kollegin Anna Osadcenko. Sie hat die Partie bereits mit David… Weiterlesen…

Der Kampf der Liebe für das Gute „Spartacus“ von Yuri Grigorovich verabschiedet sich für diese Spielzeit beim Bayerischen Staatsballett: mit der edelbeinigen Ksenia Ryzhkova und dem sprungsicheren Osiel Gouneo

Diese abendfüllende Choreografie ist ein bedeutendes Unikat, sie ist unersetzlich in der Geschichte des modernen Balletts: „Spartacus“ von Yuri Grigorovich, 1968 am Bolschoi Theater in Moskau erstmals aufgeführt, ist eine einzige Hymne an die Ideale von Freiheit und Gerechtigkeit, Liebe und Solidarität,… Weiterlesen…

Erschütterung und Erlösung „Mayerling“ von Kenneth MacMillan wird beim Stuttgarter Ballett in der Besetzung mit David Moore und Anna Osadcenko verschärft interpretiert

"Mayerling" verschärft

Ach, die Liebe, sie ist so stark und doch tödlich für dieses ungleiche Paar: David Moore ist als Kronprinz Rudolf in „Mayerling“ von Kenneth MacMillan zunächst aristokratisch und sensibel, am Ende aber vollends psychotisch und abgewrackt. Anna Osadcenko ist als Baronesse Mary Vetsera… Weiterlesen…