Im Zeichen des Neuen Ein Wochenende mit Schmankerl-Programm: Die „Tanz-Gala Koinzidenz“ in Hamburg holt das Ballett nach Kampnagel

Ein Juwel der jüngeren Tanzgeschichte: Der Cello-Pas-deux aus der „Vielfalt“ von Nacho Duato, hier grandios getanzt von Elisa Carrillo Cabrera und Mikhail Kaniskin. Zu sehen auf der „Tanz-Gala Koinzidenz“ – auf Kampnagel in Hamburg. Nix wie hin!  Foto: Anzeige / Carlos Quezada

Eine Gala, die nicht die üblichen „Gassenhauer“ des klassischen Balletts serviert, sondern den Schwerpunkt auf ausgewählt edle, moderne Stücke legt: Das ist eine Novität! Die Stars Silvia Azzoni und Alexandre Riabko vom Hamburg Ballett, Elisa Carrillo Cabrera und Mikhail Kaniskin vom Staatsballett Berlin, ferner Tanzkünstler vom Tokyo Ballett, vom Ballett Kiel und vom Mecklenburgischen Staatstheater machen die „Tanz-Gala Koinzidenz“ zu einem ballettösen Erlebnis der besonderen Art. Sie ist nur am Samstagabend des 27. Oktober 2018 und als Matinee am Sonntagnachmittag des 28. Oktobers 2018 zu haben – und zwar in der für zeitgenössisches Ballett bereits traditionsreichen Spielstätte Kampnagel in der Hamburger Jarrestraße, mit einer interessanten, weil fast intimen Atmosphäre.

Das Programm ist erlesen schön, atmet regelrecht die Poesie des erhabenen modernen Bühnentanzes – und entführt in eine Sphäre der mitreißenden Ästhetik und der bewegenden Nachdenklichkeit.

Es beginnt mit einem humorvollen erotischen Highlight der Tanzgeschichte, welches aus einem oft umjubelten Stück von Nacho Duato namens „Vielfalt – Formen von Stille und Leere“ stammt. Duato war vier Jahre lang Ballettintendant in Berlin und studierte sein Stück selbst mit dem Staatsballett ein.

Die Stars Elisa Carrillo Cabrera und Mikhail Kaniskin vom Staatsballett Berlin zeigen mit diesem Juwel, wie elegant und doch putzmunter modernes Ballett sein kann: Die Dame auf dem Schoß des Herren verkörpert sein Cello, also jenes Musikinstrument, für das Johann Sebastian Bach die dazu erklingende Musik komponierte. Zu den barocken Melodieläufen entspinnt sich eine angeregte Konversation der tanzenden Körper.

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Die mexikanische Starballerina Elisa Carrillo Cabrera kann hierin all ihre feminine Bewegungsschönheit entfalten; geschmeidig und flexibel, dennoch graziös und voll vitaler Spannung verkörpert sie die Fantasie an sich, wenn sie das Cello zum Leben erweckt und es personifiziert, als sei es ein liebevolles Mädchen.

Ihr Partner (und auch Ehemann) Mikhail Kaniskin, der an der Bolschoi-Ballettakademie in Moskau ausgebildet wurde, gibt ihr dabei den nötigen Halt. Er hebt und lenkt die schöne Elisa unmerklich, sodass dieses „Musikinstrument“ scheinbar mühelos ins Schweben kommt.

Und wie ein charmanter Wirbelwind inspiriert das Cello seinen Spieler!

Tänzerisch entwickelt sich zumal über den Umweg der intensiven Musik von Bach eine intensive Kommunikation zwischen Ballerino und Ballerina, zwischen Musikant und Instrument.

Damit steht auch das heimliche Leitmotiv dieser Gala fest, es ist die Frage nach der Möglichkeit von Beziehungen, von lebendigem Miteinander.

Akrobatisch und doch menschlich macht das tanzende Cello-Paar aus Berlin solchermaßen respektvoll Mitteilungen über sich. Welch ein raffinierter Flirt!

Die Tanz-Gala Koinzidenz premiert

Die fabelhafte Silvia Azzoni und der elegante Alexandre Riabko vom Hamburg Ballett tanzen mit „Ouroboro“ eine erfolgreiche Choreografie von Yuka Oishi – auf der „Tanz-Gala Koinzidenz„. Foto: Anzeige / Carlos Quezada

In gewisser Weise knüpft der dann folgende Pas de deux „Ouroboros“ von Yuka Oishi – einer ehemaligen John-Neumeier-Solistin – daran an. Hierin hat sich ein Paar gefunden, das nicht mehr anzweifelt, dass es zusammen sein will, das jedoch um gute Bedingungen für seine Liebe kämpfen muss.

Silvia Azzoni und Alexandre Riabko, die berühmten Ersten Solisten vom Hamburg Ballett, zeigen diesen Paartanz mit der ihnen eigenen Präzision und Seelenstärke – ganz so, als würden ihnen die Schritte der Choreografie gerade erst einfallen.

Der Titel des Stücks beschwört eine altägyptische Ikonografie mit Symbokraft: die sich selbst verzehrende Schlange. Sie ist als Ornament in der Antike und dem frühen Mittelalter überliefert, ziert Schmuck und Siegel ebenso wie zeichnerische Darstellungen.

Sie steht symbolisch für einen autarken Organismus, der keine Zuführung von außen nötig hat, sondern sich selbst ernährt.

Es geht aber nicht um das Tierische, sondern um das Puppenhafte in Yuka Oishis Stück. Tanzende Puppen gehören seit „Coppélia“ und dem „Nussknacker“ zur Palette gängiger Stereotypen im Ballett. Über den Moonwalk bis in den HipHop hinein faszinieren uns Bewegungen, die scheinbar mechanisch sind: Ist der tanzende Mensch eine Maschine, ein Automat? Ist der Mensch überhaupt so berechenbar wie ein Roboter?

Mit der Akkuratesse von Marionetten schlüpfen Azzoni und Riabko in eine andere Welt – und können in dieser endlich frei ihrer Liebe frönen, ihren Träumen, ihrer eigenen Wirklichkeit.

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Bei der Aufführung des Stücks 2016 innerhalb der „Aspekte der Kreativität“ während der Hamburger Ballett-Tage erntete Oishis Kreation in genau dieser Besetzung stürmischen Beifall. Und die Wirkung dürfte im Kammerballett-gemäßen Studio auf Kampnagel nochmals höher sein!

Aus einer ganz anderen zeitgenössischen Tradition kommt Guillaume Hulot, von dem das Stück „Tuning Another Being“ (etwa: „Ein anderes Wesen einstimmen“) stammt.

Hulot ist heute als Ballettmeister bei der modernen Tanztruppe „Gauthier Dance“ im Theaterhaus in Stuttgart tätig. Bevor er 2015 diese Stelle antrat, sammelte er aber vielfältige Erfahrungen, unter anderem als Tänzer in München am Gärtnerplatz, in Mannheim und beim ballettmainz. Ursprünglich ausgebildet in Paris, wo er am Konservatorium seinen Abschluss machte, verbindet er verschiedene moderne Stile mit der klassischen Grundlage.

Brian McNeal und Marc Borras Llopis tanzen den diffizilen Paartanz von Hulot, der mit der Erforschung von Kommunikation und Beziehung von Mann zu Mann zu tun hat. Der zweite Mensch besucht den ersten – aber ob er eher ein Spiritus ist, bleibt offen. Am Ende ist man genauso allein wie zu Beginn, jedoch um eine Erfahrung reicher.

Der von der Minimal Music inspirierte, in Italien gebürtige und ausgebildete Komponist Christian Grifa schrieb extra für diese Kreation die klirrende Musik; als Pianist und Ballettrepetitor sammelte Grifa unter anderem in Mainz Kenntnisse in der Kooperation mit Tanzkünstlern.

Sieht die Welt also immerhin hoffnungsvoll aus?

Die Tanz-Gala Koinzidenz premiert

Das Tokyo Ballett tanzt eine Kreation von Braulio Alvarez: „Deamon“, mit Schlagzeug-Musik von Altug Ünlü. Sensitiv und modern! Foto: Joe Takahashi

Doch da kommt mit „Deamon“ von Braulio Alvarez eine furiose, strikt moderne Kreation, die den Dingen auf den Grund gehen will.

Hier ist eine ganz andere Seite des Daseins zu erkennen, als wir sie bisher in Augenschein nahmen.

Braulio Alvarez, heute Solist beim Tokyo Ballett und in Hamburg noch aus seiner Zeit bei John Neumeier bestens bekannt, choreografiert bereits seit Jahren. Er bewies zudem, etwa anlässlich der „Jungen Choreographen“ in der Opera stabile in Hamburg, dass er ein vorzüglicher Moderator und Kommunikator von modernem Tanz ist.

Bei der „Tanz-Gala Koinzidenz“ zeichnet er denn auch für das Programm, für die Stückauswahl und somit sozusagen für die künstlerische Leitung verantwortlich.

Die „Festival Koinzidenz – Konzertdirektion Hamburg“ existiert ja erst seit einigen Monaten. Sie trägt dem durch die Elbphilharmonie nochmals erstarkten Interesse an Klassik in Hamburg Rechnung und bietet übrigens nicht nur einzelne Events wie diese Tanz-Gala an, sondern auch so genannte Abos, über die man verschiedene Veranstaltungen verbinden kann. Mehr dazu auf der Homepage.

Und nun wieder zurück zur „Tanz-Gala“:

Braulio Alvarez’ Kreation bringt ein Trio von Tänzern auf die Bühne – und hat einen kulturgeschichtlichen Hintergrund.

Deamon“ (ein raffiniertes Kunstwort für „Dämon“) bezieht sich nämlich auf das Gemälde „Der sitzende Dämon“ von Mikhail Vrubel, das 1890 entstand und als Meilenstein des bildnerischen Symbolismus ein wichtiger Bestandteil der russischen Kultur ist. Es hängt in der Tretjakov-Galerie in Moskau und bezeichnet den Abschied von der romantischen, heilsvermutenden Sicht auf die Grandezza der Natur.

Für freiberufliche journalistische Projekte wie das Ballett-Journal, das Sie gerade lesen, gibt es keinerlei staatliche Förderung in Deutschland – und dennoch machen sie sehr viel Arbeit. Wenn Sie das Ballett-Journal gut finden, bitte ich Sie hiermit um einen freiwilligen Bonus. Damit es weiter gehen kann! Im Impressum erfahren Sie mehr über dieses erfreuliche Projekt, das über 500 Beiträge für Sie bereit hält. Danke.

Ein Riese sitzt darin mit hängenden Schultern und melancholischem Gesichtsausdruck auf einem Gebirgszug; die Landschaft hinter und unter ihm scheint aus Glas, so spröde und zerbrechlich.

Sogar das Dämonische, das Überirdische, das Unsterbliche ist hier am Ende mit seiner Weisheit, mit der alten Zeit, den alten Werten – und die starke Sehnsucht nach dem Beginn von etwas Neuem ist diesem Gemälde zu spüren.

Denn der Dämon von Vrubel ist einsam, traurig, menschenseelenallein – von aller Welt, von allen (anderen) guten Geistern verlassen.

Genau darum geht es auch in Braulio Alvarez’ Stück. Einsamkeit sowie – typisch für das Medium Tanz – die verschiedensten Versuche, auch mit ungewöhnlichen Konstellationen Kommunikation und Beziehungen herzustellen, bilden die thematischen Grundlagen.

Mamiko Kawashima, Rie Watanabe und Yasuomi Akimoto vom Tokyo Ballett tanzen diese anspruchsvolle, sehr sensitive Illusion von Glück und Unglück, die sich letztlich selbst entlarvt, ohne ihre produktive Kraft einzubüßen.

Ein Paar, bestehend aus einer Frau und einem Mann, stößt dabei auf eine dritte Figur, von der nicht klar ist, ob sie einem bestimmten Geschlecht angehört und wenn ja, welchem.

Das Geisterhafte, Spirituelle in uns bahnt sich hier den Weg mit den Mitteln des Tanzes: Kommunikation wird plötzlich etwas Neues, das mit der Wahrnehmung auf allen Ebenen und mit einer tief empfundenen Sehnsucht nacheinander zu tun hat.

Die Modernität dieses Szenarios wird unterstrichen von der Musik von Altug Ünlü, der sie speziell für diese Choreografie schuf.

Auch sie steht im Zeichen des Neuen.

Die Tanz-Gala Koinzidenz premiert

Auch im Rahmen der „Aspekte der Kreativität“ bei John Neumeiers Hamburger Ballett-Tagen 2016 war „Ouroboros“ von Yuka Oishi zu sehen: mit großem Erfolg – auch in der Besetzung mit Silvia Azzoni und Alexandre Riabko. Foto: Kiran West

Es handelt sich – wie schon bei einer im Rahmen der „Jungen Choreographen“ in der Opera stabile vorgestellten Arbeit von Braulio Alvarez – um ein Schlagzeugsolo, das nicht nur auf Rhythmen, sondern auch auf viele unterschiedliche Klangmuster dieses Instruments aufzubauen weiß.

Doch wer nun an ein einfaches Hau-druff–Instrument denkt, wird staunen.

Denn dieses hier umfasst in der Profi-Musikersprache folgende Elemente: Hi-Hat, Tamtam, Becken, außerdem ein kleines Becken, eine kleine Trommel, Tomtoms und das Merimbaphon. Polyrhythmische Überlagerungen und ein häufiger Klangfarbenwechsel machen die Sache spannend und erfordern bei der Interpretation höchste Virtuosität. Ein unvoreingenommener Zuhörer würde gelegentlich sogar mehrere Schlagzeuge vermuten.

Diese Arbeit von Altug Ünlü, der unter anderem bei Györgi Ligeti studierte und heute eine Professur in Düsseldorf innehat, wurde von der Schlagzeugerin Cornelia Monske inspiriert, die das Stück auf der „Tanz-Gala“ auch live darbieten wird.

Ein sehr eindringliches Zusammenspiel von Musik und Tanz!

Aber Altug Ünlü verbindet noch etwas mit dieser Veranstaltung: Er ist der maßgebliche Gründer von „Festival Koinzidenz“, dieser neuen Hamburger Konzertdirektion, die in der Vermittlung von Kultur wirklich neue Wege geht. Es lohnt sich, mal auf ihrer Homepage nachzuschauen, ob sich eine Lesung mit Katja Riemann in der Laeiszhalle nicht auch terminlich vorzüglich mit einem Kammerkonzert in der Elbphilharmonie, einem Klavierkonzert oder einer größeren Veranstaltung mit Orchester kombinieren lässt. Ein neues, sehr nutzwertiges Konzept, Kultur anzubieten!

Neu und modern ist auch das nächste Stück auf der „Tanz-Gala“:

Falling for the Art of Flying“ („Für die Kunst des Fliegens zu fallen“) ist ein Beitrag von der in Hamburg bereits sehr bekannten Natalia Horecna. Sie war einst Tänzerin beim Hamburg Ballett, bevor sie nach Holland wechselte und dort unter anderem beim Nederlands Dans Theater tanzte.

Seit 2012 ist sie freiberufliche Choreografin, zeigte Einiges auch schon in Hamburg, etwa beim Bundesjugendballett, und heimste als solche schon diverse Auszeichnungen ein.

Das Star-Quartett dieses Programms tanzt für Horecna in ihrer neuen Kreation: mit faszinierender Power, bestehend aus der hohen Kunst des Tanzens sowie auch aus den starken Persönlichkeiten von Silvia Azzoni, Elisa Carrillo Cabrera, Alexandre Riabko und Mikhail Kaniskin. Welch ein Augenschmaus, diese vier Körperkünstler von Welt gemeinsam und miteinander zu sehen!

Zu Musik von Johann Sebastian Bach, mit dessen ornamentalem Stil das Programm ja auch begann, vereinen sich – und auch das ist wirklich sehr selten zu sehen! – somit auch das Hamburg Ballett und das Staatsballett Berlin für ein zeitgenössisches Stück.

Man darf also sehr gespannt sein!

Nach der Pause geht es dann am Samstag und am Sonntag jeweils unterschiedlich weiter. Man darf schon darum ruhig an beiden Tagen kommen – und wird nicht enttäuscht werden. Beide Male gibt es ein längeres Stück zu sehen, sodass das Gala-Programm nicht zerfasert, sondern jeweils in eine eigenständige, zusammen gehörende Sentenz mündet.

Moving on“ („Weitergehen“) heißt das Stück, das Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko für sein Ballett Kiel choreografierte und jetzt auf Kampnagel zeigt.

Psychedelisch wird hier der Ausdrucksreichtum des Tanzes genutzt, um zu Musik unter anderem von Ray Charles oder auch Louis Armstrong die Wege zweier Männer zur Liebe zu erzählen.

Einer von ihnen stürzt sich gedankenlos von einer Affäre in die nächste, während der andere so beharrlich wie vergeblich um die Gunst einer Dame kämpft. Na, wie das wohl endet? Und mit wem man sich am ehesten identifizieren mag? Das wird hier nicht verraten!

Die Tanz-Gala Koinzidenz premiert

Das Ballett Kiel zeigt ein Werk seines Ballettdirektors Yaroslav Ivanenko: „Moving on“. Es geht – worum sonst? – um die Liebe… Foto: Theater Kiel

In der Matinee am Sonntagnachmittag ab 16 Uhr endet alles ganz anders und doch auf den ersten Blick ähnlich, nämlich mit dem von Tänzerinnen und Tänzern vom Mecklenburgischen Staatstheater gezeigten Stück „Apropos Liebe“ von Martin Chaix.

Der gebürtige Franzose wurde in Paris ausgebildet und war Tänzer an der Pariser Opéra unter Brigitte Lefèvre. Als Solist tanzte er in Leipzig und bis 2015 unter Martin Schläpfer beim Ballett am Rhein. Seither ist er als freiberuflicher Choreograf international tätig, zumal er bereits 2006 an der Pariser Opéra mit einer eigenen Kreation reüssierte.

Apropos Liebe“ verspricht jenen Trost und jene Zerstreuung, die gerade im Theater unabdingbar ist.

Im Kontext des Gala-Programms schließt sich hiermit ein Kreis; Chansons von Edith Piaf, Boris Vian und Serge Gainsbourg, aber auch klassische Klänge von Erik Satie und Claude Debussy betonen das Vergnügen, aber auch den Schmerz durch amouröse Angelegenheiten – und präsentieren zudem eine vor allem französische Sicht auf die sinnliche Liebe.

Ja, und wer jetzt noch Fragen hat, der sollte unbedingt Eines machen: Hingehen!

P.S. Es wird zudem noch eine Überraschung geben: Xenia Wiest, hoch talentierte und bereits versierte Choreogafin aus Berlin – wo sie beim Staatsballett Berlin eine exzellente Tänzerin ist – wird auch eine Kreation präsentieren! Hurra! Da lohnt sich die Anfahrt nach Kampnagel noch mehr.
Gisela Sonnenburg

Nur am Samstag, 27. Oktober 2018, 20 Uhr, und am Sonntag, 28. Oktober 2018, 16 Uhr! 

www.festivalkoinzidenz.de

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