Hanseatische Geräuschvergrößerung: Krachbau oder Luxushalle? Warum die Elbphilharmonie dem Wesen nach keine Konzerthalle, sondern nur ein monströser Kommerz-Gag für Hamburg ist

Die Elbphilharmonie ist ein Desaster

Der ersten Töne des Eröffnungskonzerts nach dem Festakt kommen als Solo von einer einzelnen Oboe – vermutlich, weil der Erste Bürgermeister Hamburgs, Olaf Scholz, in seiner Jugend mal Oboe spielte. Was für eine peinliche „neu-hanseatische“ Anbiederung an die Machthaber und Geldgeber!… Weiterlesen…

Ohne Rose geht es nicht Kunst oder Kommerz? Disneys „Die Schöne und das Biest“ bietet live solides Theaterhandwerk, große Gesangskunst und ein exzellentes Orchester. What a show!

Die Schöne und das Biest küssen sich am Ende.

Dass die Ungarn den berühmten Paprika im Blut haben, weiß man, wenn man auch nur einmal den Csárdás, den ungarischen Volkstanz, getanzt hat. Und Marika Rökk hin oder her – heute hat Budapest mit dem Pester Broadway Studio eine der… Weiterlesen…

Hochzeit im Klassenzimmer Kent Nagano dirigiert, nein: atmet „Lohengrin“ von Richard Wagner in der Hamburgischen Staatsoper

Streit im Klassenzimmer

Er dürfte der Beste seines Fachs für Wagner sein. Wenn Kent Nagano den Taktstock hebt, um die Partituren von Richard Wagner anzustimmen, dann kann man sich auf was gefasst machen: Klare, aber sanft geführte Melodiebögen; weiche, vereinnahmend gefühlvolle Mittellagen; weithin… Weiterlesen…

Glamour aus dem Hinterzimmer Der Film „Gardenia – Bevor der letzte Vorhang fällt“ holt gealterte Travestie-Stars auf die Bühne zurück – und vor die Kamera, arte zeigt das Werk am 3.11.16

Männer als Frauen

Man sieht: Ein Hochhaus in der Wintersonne, an den Bäumen raschelt vertrocknetes Laub. Eine symbolträchtige Kameraeinstellung, denn die Filmdoku „Gardenia – Bevor der letzte Vorhang fällt“  lässt Männer von sich erzählen, die einen Großteil ihres Lebens ziemlich aufgedonnert en travestie… Weiterlesen…

Liebeslust, Liebesfrust, Liebeswahn Tschaikowskys „Pique Dame“ in der tiefgreifenden Inszenierung von Willy Decker wieder in der Hamburgischen Staatsoper: Sie knüpft an Dostojewskys „Der Spieler“ an

Angst ist kein Lebensziel

Den wahrhaft Liebenden geht es schlecht in dieser Welt. Das wusste kaum jemand besser als Peter I. Tschaikowsky. Der Komponist, ebenso wie sein Bruder Modest, der gelegentlich als Librettist für ihn tätig war, war homosexuell. Er musste seine wahren Gefühle… Weiterlesen…

Von Ballettfan für Ballettfan: Wohnung mit Flair Nachmieter gesucht: In Hamburg-Eppendorf wartet eine lauschige Zweizimmer-Bude mit Parkett und Balkon auf neue Herrschaft

Wohnung in Eppendorf

Nur fünfzehn Minuten bis zur Hamburgischen Staatsoper, von Tür zu Tür! Die U-Bahn macht’s möglich, und wer dabei lieber den Fahrstuhl als die Treppen nehmen möchte, kann auch das tun. An sonnigen Tagen lockt hingegen die Außenalster zu einem Spaziergang… Weiterlesen…

Hoffnung auf neue Musik Musik aus Estland: Liisa Hirsch, Komponistin und seit heute Trägerin des Europäischen Komponistenpreises, setzte einen musikalischen Meilenstein beim Festival Young Euro Classic in Berlin. Der Schauspieler Dietmar Bär ist Pate

Musik ist nicht gleich Musik.

Für seine Vorstellungsrede hat sich der zwischen deutscher Gemütlichkeit und kommissarischem „Tatort“-Hochalarm pendelnde Dietmar Bär was Besonderes ausgedacht: Er kommt in den Zuschauersaal im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin – und wundert sich demonstrativ: „Wo bin ich denn hier gelandet?“… Weiterlesen…

Weltschmerz in Scherenhänden Die Ausstellung „Selbstkritik 2“ im Berliner Sprechsaal widmet sich der DDR

Bertolt Brecht und andere beim Weltschmerz.

Der Weltschmerz befällt seine Opfer etappenweise. Er ist sozusagen das Gegenstück zur euphorischen Olympia, die sich ja nur alle vier Jahre blicken lässt. Im Sprechsaal, der Berliner Galerie für Ungesagtes in Berlin- Mitte, regt eine Ausstellung mit Fotos und Bildern… Weiterlesen…

Schertz im Gepäck: Majestät, Euer Urteil! Majestätsbeleidigung contra Intelligenzbeleidigung! Jan Böhmermann mit Anwalt Christian Schertz kassierte eine Teilschlappe vorm Hamburger Landgericht

Das Landgericht Hamburg mag keine Diskriminierung, auch in der Satire nicht.

Ich fand Jan Böhmermann noch nie besonders lustig. Den Tyrannen Erdogan allerdings auch nicht. Dass sich nun aber der deutsche Satiriker gegen den türkischen Staatsmann einen bekannten Berliner Anwalt nahm, der damit berühmt wurde, die Persönlichkeitsrechte von Prominenten zu Lasten… Weiterlesen…

Diesseits, jenseits und jenseits des Jenseits Ein Schauspielerfest: Peter Handkes neues Stück „Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße“ in der Regie von Claus Peymann am Berliner Ensemble

Handkes neues Stück hat Erfolg am BE.

Bevor die Leute einschlafen, lässt der vermeintlich schlaue Theatermacher im vierten oder fünften Akt mit lautem Knall und Mordstrara irgendetwas auf der Bühne abfackeln, abschießen oder explodieren. Im Fall des neuen Stücks von Peter Handke – mit dem schönen langen… Weiterlesen…